Auf nach South Carolina

New Hampshire war ein Klacks für Mitt Romney. Ohne Probleme rollte sein Tourbus durch den Bundesstaat und sammelte mal schnell die meisten Wählerstimmen ein, bevor es über den I95 runter nach Süden geht. Mit einem breiten Lächeln präsentierte sich der gegelte Mitt am Abend seinen Anhängern und der Fernsehnation. Die Frisur sitzt. Romney ist nun der sichere Frontrunner. Ron Paul, Newt Gingrich und Rick Perry hatten sich noch im Vorfeld der Stimmenabgabe auf den einstigen Gouverneur von Massachusetts eingeschossen, genutzt hat es jedoch nichts.

Ron Paul lag weit hinter Romney auf Platz 2, danach noch weiter abgeschlagen Jon Huntsman, der seit Monaten New Hampshire beackerte und sich hier viel erhoffte. Beide werteten das Ergebnis jedoch als stark, überzeugend und unterstützend für ihre jeweilige Kampagne. Na ja! Huntsman wird spätestens in South Carolina am 21. Januar wieder auf den Boden der Tatsachen zurück geholt werden. Dann ist es auch Zeit für ihn aus dem Rennen auszuscheiden. Ron Paul wird weiter machen. Klar, er wäre nicht Ron Paul, wenn er jetzt schon die Brocken hinschmeissen würde.

Newt Gingrich träumte am Dienstagabend von einem republikanischen Kongress und Senat und einer Gingrich Administration im Weißen Haus. Träume sind Schäume, Gingrichs Seifenblasenphantasien kommen zumindest so gar nicht beim Wähler an. Er mag einfach Mitt Romney nicht, ätzt immer wieder gegen ihn und bleibt wohl im Rennen, um sicher zu gehen, dass der wahrscheinliche GOP Präsidentschaftskandidat geschwächt in den Kampf gegen Obama zieht. Das ist auch Parteiarbeit.

Rick Santorum, der noch vor ein paar Tagen in Iowa mit nur acht Stimmen hinter Mitt Romney lag, lief in New Hampshire auch unter ferner liefen. Aber immer schön im Pullunder lächelnd gratulierte er dem Wahlsieger. Es wird schon gemunkelt, dass Romney eventuell Santorum als Vize-Präsidentschaftskandidaten ins Team holt, um so für die christlich-fundamentalistische Basis der Partei wählbar zu sein. Der Pullunder würde dann endlich wieder als Modeerscheinung auf die internationale Politikbühne zurück kehren. Genscher läßt grüßen.

Und Rick Perry, der schaffte nichts in New Hampshire. Der Texaner führte dort überhaupt keinen Wahlkampf und konzentriert sich derzeit voll auf South Carolina. Hier wird sich alles für ihn entscheiden….wobei es eigentlich schon entschieden ist. In den Umfragen schlappt er im einstelligen Bereich rum, keine guten Aussichten für den Wahlabend am 21. Januar.

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