Romney der Marathonmann

Mit 47 Prozent der Stimmen hat Mitt Romney die Vorwahl in Florida für sich entschieden. Weit dahinter kommt Konkurrent Newt Gingrich mit 32 Prozent auf den zweiten Platz, Rick Santorum mit 13 Prozent auf Rang Drei und zum Schluß noch Ron Paul mit sieben Prozent. Die beiden letzten hatten allerdings in Florida überhaupt keinen Wahlkampf geführt.

Ein deutlicher Sieg des ehemaligen Gouveneurs von Massachusetts und ein Comeback nach seinem Absturz in South Carolina. Doch was bedeutet dieser Wahlausgang? Eigentlich nicht viel. Bislang sind gerade mal 115 Delegiertenstimmen für den republikanischen Parteitag vergeben worden. Romney kann davon 84 auf sich verbuchen. Doch zu einer Nominierung für die GOP braucht er über 1000 Delegierte hinter sich. Also es ist noch ein langer Weg bis Tampa, wo der diesjährige Wahlparteitag der Republikaner stattfinden wird. Im Marathonjahr 2012 sind wir gerade mal bei Kilometerstand 5, Romney hat in Florida lediglich eine Steigung als erster überwunden. Doch er sieht topfit aus und ist weiterhin der Favorit.

Es geht also weiter. Gingrich konzentriert sich derzeit auf die Südstaaten, um im konservativen Lager zu punkten. Er hat auch bereits angekündigt, dass er sich nicht zurückziehen werde. Er will dem Liberalen aus Massachusetts nicht das Feld überlassen. Und auch Santorum und Paul wollen weiter kämpfen. Die alles entscheidende Wahl wird der sogenannte „Super Tuesday“ am 6. März sein. Bis dahin ist alles noch offen.

Romney wird also noch einige Millionen ausgeben müssen. Und sicher ist derzeit gar nichts. Klar, der Supermillionär wird am Ende vorne stehen, doch, was durchaus passieren könnte ist, dass er nach der Vergabe aller Delegiertenstimmen keine absolute Mehrheit gegenüber seinen Kontrahenten Gingrich, Santorum und Paul hat. Falls die, wie angekündigt, bis zum bitteren Ende im Rennen bleiben sollten, könnte dieser Fall eintreten. Ein Desaster für das politische Establishment der Grand Old Party.

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