Neue Zeiten brechen an

Vor fünf Monaten hat die US Administration die umstrittene Regelung „Don’t ask, don’t tell“ aufgehoben, die Schwulen und Lesben in den amerikanischen Streitkräften verbot, offen zu Ihrer sexuellen Orientierung zu stehen. Also nichts sagen und eben auch nicht von Offiziellen gefragt werden. Nach dem Motto: „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß“.

Doch Präsident Obama ist 2008 angetreten, um diese überflüssige Regelung aufzuheben. Was soll das auch, kann ein homosexueller Mann, kann eine homosexuelle Frau nicht genauso gut seinem und ihrem Land dienen? Schießt ein Gewehr anders? Marschiert man anders? Unter großem Protest aus dem republikanisch-konservativen Lager wurde die Regelung nach intensiven Beratungen und Untersuchungen und mit Zustimmung der Militärführung aufgehoben. Auch wenn der Untergang des Abendlandes und die Verweichlichung der Streitkräfte prophezeit wurde, die US Army, die Air Force, die Navy, die Marines, die vielen Spezialeinheiten des amerikanischen Militärs, sie alle in Uniform leisten noch immer ihren Dienst so ab, wie zu Zeiten von „Don’t ask, don’t tell“.

Als Sergeant Brandon Morgan nun von seinem Einsatz in Afghanistan zurückkam, wurde er in der Kaserne der Marines in Kaneohe Bay auf Hawaii von seinem Lebenspartner Dalan Wells freudig begrüßt. Freude, Erleichterung, Nähe.. Die beiden umarmten und küssten sich ganz offen, etwas, was noch vor wenigen Monaten undenkbar gewesen wäre. Der Moment wurde von einem Fotografen der Associated Press festgehalten und wird wohl als ein bedeutendes Foto in die Geschichte der amerikanischen Streitkräfte und der amerikanischen Gesellschaft eingehen. Neue Zeiten sind angebrochen.

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