Und die Moral von der G’schicht…

…..Romney wird es nicht. Der Super Tuesday wurde hochstilisiert als das Ereignis dieses Wahlkampfes. Nur am Wochenende wurde die Berichterstattung über das laue republikanische Lüftchen ein bisschen von den Tornados im Mittleren Westen unterbrochen. Doch dann am Dienstagmorgen liefen die Uhren wieder rückwärts auf den amerikanischen Nachrichtenkanälen. Nur noch vier Stunden, dreiundzwanzig Minuten und sechzehn Sekunden bis zu den ersten Ergebnissen dieses Super Tuesdays. Ein absoluter Nägelbeisser. Wahnsinn, die Spannung stieg mit jedem Augenblick. Wird sich Millionendollar Romney durchsetzen oder schafft es der – in seinen Augen – von Gott gesandte Rick Santorum die Geldmacht zu brechen. Und was ist mit dem Polithai Newt Gingrich? Und Ron Paul, welche Promillegrenze muß er erreichen, damit er endlich Ruhe gibt?

Es kam, wie es kommen sollte. Romney gewann den Großteil der Vorwahlen, setzte sich deutlich im Kandidatenfeld ab, er hat nun eine sichere Anzahl von Delegiertenstimmen auf seinem Konto. Es läuft alles auf ihn hinaus. Santorum dankte dem Herrn, Gingrich meinte auch, er habe was zu feiern, doch das Ding ist durch. Für Obama. Denn der lachende Fünfte bei allem ist der Amtsinhaber. Er braucht gar nichts machen, nur abwarten, zusehen, sich zurück lehnen. Die Republikaner zerfleischen sich derzeit gegenseitig, ohne auch nur einen Fingerkrumm der Demokraten. Keiner der Kandidaten wird es schaffen, die Partei in den restlichen Monaten vor der Novemberwahl zu einen. Der eine ist zu fundamentalistisch-religiös, der andere Anhänger einer Sekte, der zu schmierig-korrupt und der da lebt sowieso in einer anderen Welt. Hin und wieder lädt Obama zu Spendensammelwahlkampfveranstaltungen ein und fragt ganz locker in die Runde „Wollt ihr Mitt, wollt ihr Rick, wollt ihr Newt, wollt ihr Ron?“ Das alleine schon langt, um die Scheckbücher zu öffnen.

Wenn Obama nicht noch den totalen Bockmist baut oder irgendeine politische Entscheidung trifft, die die Republikaner doch noch unerwartet einen könnte, kann er die Möbelwagen wieder abbestellen. Um was es im November geht ist nun nicht mehr die Wahl um den Chefsessel im Oval Office. Es geht einzig und allein nur noch darum, wer in den kommenden vier Jahren die Mehrheit im Kongress und im Senat haben wird. Denn dort wird die eigentliche Politik Amerikas gemacht. Das ist entscheidend für Obama, wird er regieren können oder nur vier Jahre im Weißen Haus absitzen müssen.

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