Santorum…raus, Raus, RAUS

Der amerikanische Wahlkampf ist schon seltsam. Seit gut einem Jahr prügeln die republikanischen Kandidaten auf sich ein. Der ist ein Lügner, der ein Wendehals, der ein Spinner, der ein Obama-Light und die da sowieso Balla-Balla. Wenn man sich das alles mal in einer ruhigen Stunde durchliest, dann kann man nur zu dem Schluß gelangen, dass keiner der republikanischen Kandidaten wählbar ist.

Noch vier von ihnen sind im Rennen: Mitt Romney, Rick Santorum, Newt Gingrich und Ron Paul. Obwohl Romney der vermeintliche Frontrunner ist und in den bisherigen Vorwahlen rund 300 Delegiertenstimmen mehr auf sich vereinen konnte, ist er noch weit davon entfernt der Kandidat der Partei zu sein. Auch wenn sich das Establishment der GOP hinter ihn stellt, jüngst Bob Dole und Jeb Bush, so richtig überzeugen kann er nicht. Nun aber versucht man ihn damit zu unterstützen, indem man seinen schärfsten Konkurrenten diskreditiert. Rick Santorum wird nahe gelegt aus dem Rennen auszuscheiden. Wenn er noch eine politische Zukunft in der Partei haben wolle, dann, ja dann, müßte er sich jetzt zurückziehen. Es gehe nun nicht mehr um einen Kandidaten, sondern um Partei und Land. Mit patriotischen Parolen will die GOP nun die eigenen Reihen kitten und das ganze Gemaule, Gemotze und Rumgehampele der letzten Monate vergessen lassen.

Aber so einfach ist das nicht. Weder Rick Santorum noch Newt Gingrich und Ron Paul wollen vor dem Parteitag aufgeben. Und das ist ein Problem für Mitt Romney. Nicht nur, dass damit deutlich wird, dass die Republikaner in diesem Wahljahr tief gespalten sind, nein, die drei werden auch weiterhin scharf gegen Romney schießen und alles kommentieren, was der Kandidat der GOP-Führungsriege so von sich läßt. Mitt Romney wird auf jeden Fall angeschlagen und angezählt mit etlichen Blutergüssen, Kratzern und einem blauen Auge in den Kampf gegen Obama ziehen. Die Versuche der Partei, mit einem Notkandidaten Romney das Weiße Haus zu gewinnen werden scheitern. Erst in vier Jahren wird es wieder einen republikanischen Präsidenten geben, der dann aber sicherlich nicht Mitt Romney heißen wird.

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