Death Row am Ende

734 Häftlinge im Staatsgefängnis von San Quentin warten derzeit auf ihre Hinrichtung. Einige von ihnen schon seit über 30 Jahren. Wer in Kalifornien mit dem Tode bestraft wird, stirbt meist eher aus natürlichen Gründen als an einem Giftcocktail. Die Todesstrafe ist nicht schnell, sie kann es auch gar nicht sein.

Und genau das ist der Grund warum nun versucht wird, die Todesstrafe in Kalifornien ganz abzuschaffen. Den Bundesstaat quälen finanzielle Sorgen. Überall und an allem wird gespart. In der Bildung, in öffentlichen Einrichtungen, Dienstleistungen, in State Parks. Warum also nicht auch im Strafvollzug, denn Tatsache ist, die Unterbringung der Todeskandidaten und der langwierige Prozess von der Verurteilung bis zur Hinrichtung ist um ein vielfaches teurer als eine lebenslängliche Haftstrafe.

Jeanne Woodford, die 30 Jahre lang selbst in San Quentin arbeitete, als Wärterin, als Direktorin und schließlich in die Adminstration von Gouverneur Schwarzenegger berufen wurde, ist nun die Direktorin von Death Penalty Focus. Die Todesstrafengegner haben Hunderttausende Unterschriften gesammelt, damit im Herbst am Präsidentschaftswahltag auch über die Zukunft der Höchststrafe in Kalifornien abgestimmt wird. Im NZ-Interview hat Jeanne Woodford erklärt, dass es vor allem ums Geld geht und sie deshalb durchaus davon überzeugt ist, dass noch in diesem Jahr die Todesstrafe in Kalifornien abgeschafft wird.

Zum Them hier ein Audiobeitrag:

Todesstrafe in Kalifornien     

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