Schlachtplan gegen Obamacare

2:0 für Obama, doch die Republikaner wollen nun kräftig nachtreten. So geht das ja auch nicht, kommt da ein Sozialist wie Obama, hämmert mit allerlei überparteilichen Kompromissen eine Weichspülgesundheitsreform durch den Kongress und den Senat und dann wird dieses halbseidene, kommunistische Gesetzpaket auch noch vom Verfassungsgericht abgesegnet. Ja, sind wir im Sowjetland, in Kuba, im Sozi-Europa? Wo kommen wir denn da hin, wenn noch nicht mal mehr Verlaß auf den konservativ dominierten Obersten Gerichtshof ist? Da hat wohl wirklich der Chef-Richter John Roberts, eigentlich ein Konservativer, seine Epilepsie Pillen nicht geschluckt und so diese Wahnentscheidung erst möglich gemacht, wie Talkshow Moderator Michael Savage in seiner Donnerstagssendung erklärte.

Nun also planen die Republikaner ihren strategischen Feldzug. „Obamacare“ muß weg, und das geht nur über eine breite Mobilisierung zum Wahltag. Mitt Romney, seines Zeichens wendehälsischer Präsidentschaftskandidat der GOP, erhofft sich vom Richterspruch einen Ruck für seinen Wahlkampf. Amerika sei gegen diese Gesundheitsreform, palaverte er gleich am Donnerstag. Nur er, der ehemalige Gouverneur von Massachusetts und Blaupausenlieferant für „Obamacare“ könne das ganze noch stoppen. Dann käme „Romneycare“, was einer „Nullcare“ gleichkommen würde.

Romney also Präsident, die Republikaner mit Mehrheit im Kongress und einer Ausgewogenheit im Senat, derzeit hat die GOP 47 Senatorenposten. Dann würde Amerika endlich wieder das Land werden, was wir alle so vermissen, wie es die „American Queen“ im Stars & Stripes Dress, Sarah Palin, im FOXNews Interview erhoffte. Obama booooo, Romney juchhuuuuu!

Der Wahlkampf wird also hitziger geführt. Es geht nun um alles, also um die Gesundheit der Amerikaner. Sogar die erzkonservativen, zum Teil rechtsextremen Tea-Party Aktivisten unterstützen nun Mitt Romney, denn alles ist besser als Obama, auch der bislang verhasste Lauwarmrepublikaner Romney. Und Obama steht für „Obamacare“, und darunter kann man alles kehren, ihn für alles verantwortlich machen, was in den USA in den letzten 12 Jahren schief gegangen ist. Ja, 12 Jahre, denn der Amtsinhaber ist ja nun auch verantwortlich für zwei Kriege, die eigentlich sein Vorgänger vom Zaun brach und für eine Arbeitsmarkt- und Wirtschaftskrise, die auch ihre Wurzeln vor dessen Amtseinführung hat.

Wahlkampf in den USA, eine Mischung aus 1001 Nacht, Mad Magazine und den real gewordenen Skuriliäten der Titanic.

 

1 Kommentar in “Schlachtplan gegen Obamacare

  1. Obamacare ist wie eine Goldmine für die Wall Street Finanzindustrie. Noch mal riesige Vermögensansammlungen, die man systematisch ausplündern kann. Wie könnte jemand daran glauben, dass Wall Street einen so verdienten Mitarbeiter wie Obama fallen lassen würde? Obama hat alle Anordnungen seiner Master brav befolgt, deshalb darf er noch mal 4 Jahre in Onkel Georg´s Hütte wohnen. Witzig, wie Sie hier wie ein Fußball-Fernsehkommentator versuchen, in ein schon entschiedenes Spiel noch so etwas wie Spannung zu bringen.

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