Schießerei im Wahlkampf

Das Blut nach dem Amoklauf im Century Theater in Aurora ist noch nicht trocken, da beginnt schon die politische Diskussion um die Folgen. In beiden politischen Lagern gibt es Flügel, die die unfassbare Tat des 24jährigen James Holmes ausnutzen wollen. Holmes schlich sich in der Nacht zum Freitag durch einen Notausgang in eine Spätvorstellung des neuen Batman Filmes „Dark Knight“, schmiss eine Rauchbombe und eröffnete das Feuer. Ein Dutzend Tote, fast 40 Verletzte und eine Nation, die nicht sprachlos ist.

Waffenenthusiasten befürchten, dass ihr „Grundrecht“ auf eine Knarre ausgehöhlt werden könnte und Präsident Obama in einer möglichen zweiten Amtszeit den Waffenbesitz stärker reglementieren wird. Sie machen schon jetzt mobil, fordern massiv den Wahlkampf von Mitt Romney zu unterstützen, denn nur der Republikaner würde ihnen auch weiterhin das Schießeisen erlauben. Und nicht nur das, sie gehen noch weiter. Die Tat von Aurora zeige, dass eigentlich jeder das Recht habe sollte, mit einer Knarre das eigene Haus zu verlassen, um sich in einem Fall wie diesem zu verteidigen. Also James Holmes hätte von einem der Kinobesucher abgeknallt werden sollen.

Auf der anderen Seite verlangen schon jetzt Teile des Obamalagers eine Überarbeitung des Waffenrechts. Der Amoklauf zeige erneut, dass das größte Problem in den USA der leichte Zugang zu Waffen sei. Um sowas zu verhindern müsse der Waffenverkauf und der Waffenbesitz in Zukunft stärker kontrolliert werden. Amerika hat damit ein neues Thema im Wahlkampf bekommen.

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