Zu schnell geschossen, Mister Romney

Da dachte Mitt Romney, jetzt aber…und dann ging der Schuß nach hinten los. Romney wollte endlich außenpolitisch mit seinem Statement punkten, dass die Obama Administration nicht deutlich genug die amerikanischen Interessen im Nahen Osten vertritt und sich auch noch auf die Seite der Aggressoren stelle, anstatt schützend vor die amerikanischen Opfer. Doch Romney schoß zu schnell, noch bevor alle Fakten bekannt waren, noch bevor klar war, dass es bei dem Angriff auf das Konsulat in Bengasi auch Todesopfer gab. Selbst am Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001, einem Tag, an dem Amerika eigentlich zusammen rückt, politisierte der GOP Kandidat, versuchte einen politischen Vorteil aus einem Anschlag gegen die Vereinigten Staaten zu zu ziehen. Ein absolutes Eigentor des Republikaners.

Und auch einen Tag danach, als klar war, der Republikaner hat einfach überhastet und mit Übereifer reagiert, entschuldigte er sich nicht. Ganz im Gegenteil, Romney griff weiter Präsident Obama an und machte das Weiße Haus quasi mitverantwortlich für die Anschläge vom Dienstag. Doch genau diese Uneinsichtigkeit könnte ihm schaden, denn sowohl Demokraten wie auch zahlreiche Republikaner warfen Mitt Romney vor, mit seiner Äußerung erneut zu zeigen, keinen Plan von der Außenpolitik zu haben.

Die hat er wohl auch nicht. Seine Auftritte in London und nun seine Schnellschüsse lassen viele Wähler aufhorchen. Von einem besonnenen und kühl reagierenden Präsidenten scheint der Kandidat noch weit entfernt zu sein, und es sind nur noch 52 Tage bis zur Wahl. Mit dem Republikaner im Weißen Haus könnten keine guten Zeiten für Amerika im Ausland anbrechen.

 

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