Was war das denn?

Also, es ist mir schon klar, dass man als amerikanischer Präsident seinen Kopf mit allerlei Sachen voll hat. Krieg und Frieden, die eigenen Jungs in Afghanistan, die Eskalation an der türkisch-syrischen Grenze, Arbeitslosigkeit und soziale Kälte….also, da gibt es schon viel, was so einem Präsidenten am Abend durch den Kopf geht. Aber Barack Obama stand heute in dieser ersten Fernsehdebatte mit Mitt Romney völlig neben sich. Er wirkte nervös, unkonzentriert, müde und ausgelaugt. Da fehlte eigentlich alles, was ihn als begnadeten Redner ausmacht. Und das lag sicherlich nicht am fehlenden Teleprompter, denn Obama kann ja in Debatten bestehen, spontan sein, überzeugen, das hat er in der Vergangenheit oft genug bewiesen. Aber der Auftritt am heutigen Tag sollte ganz schnell abgehakt werden. Das war wirklich nichts.

Mitt Romney hatte sich dagegen gut vorbereitet, wirkte gelassen, locker, sachkundig, auch wenn vieles, was er da an den Mann und die Frau brachte, hinten und vorne nicht stimmte. Aber er verkaufte es gut. Das lag auch an Obama, der auf Steilvorlagen seines Kontrahenten so gar nicht reagierte, vieles einfach im Raum stehen ließ und lieber mit Details und politischen Feinheiten auch den letzten der 50 Millionen Zuschauer verwirrte.

Einen klaren Sieger gab es am Ende nicht, nur Romney gewann das Duell wohl nach Punkten. Er überzeugte im Auftreten, suchte nicht hilflos nach Worten wie Obama, vergatzte auch keine Sätze, wie der Amtsinhaber. Das war dann auch schon alles, ob das allerdings am Ende für Oval Office reicht, das sei mal dahin gestellt.

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