Obama fliegt vorbei

Je 40.000 Dollar zahlten 25 Gäste, um an einem Tisch mit Barack Obama zu sitzen. 20.000 Dollar blätterten 100 Unterstützer hin, um mit ihm zu dinieren und 6000 kamen, zahlten ab 200 Dollar aufwärts, um ihn kurz im Bill Graham Civic Auditorium zu sehen. San Francisco war am Montag im Barack Obama Fieber. Drei Fundraiser im Schnelldurchlauf, bevor Air Force One mit einem strahlenden Präsidenten schon wieder weiter düste. Die „City by the Bay“ ist beliebtes Ausflugsziel für den „Commander in Chief“. Schon zwölfmal war er seit Amtsantritt in der Stadt.

Obama nutzte seine Reise in den Westen des Landes, um vor allem zwei Wählergruppen mehr zu motivieren. Die tiefen Taschenträger mit den großen Scheckbüchern in San Francisco und die Latinos im Central Valley. Dort in Kern County war Obama bei der Einweihung einer nationalen Gedenkstätte für den Bürgerrechtler und Gewerkschafter Cesar Chavez mit dabei. Latinos wählen zwar vor allem Demokraten, doch nur ein Teil von ihnen geht auch wirklich am Wahltag ins Wahllokal. Der Besuch am früheren Wohnhaus von Chavez war wohl überlegt und voller Symbolkraft. Er soll helfen, die Latinos in den kommenden Wochen in den sogenannten Swing-States zu mobilisieren.

Barack Obama ist nach seiner TV Pleite von letzter Woche wieder in Angriffsstimmung. Er blickt nach vorne und will die Revanche in den kommenden zwei Fernsehdebatten. Doch zuerst wird am Donnerstagabend die Vize-Show über die Bühen laufen, Joe Biden gegen Paul Ryan. Ein interessantes Duell, das ganz klar die politischen Unterschiede zwischen den Demokraten und den Republikanern herausheben wird, stärker noch als die Debatten zwischen Obama und Romney.

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