Drohnen fürs Haushaltsloch

Oakland gleicht einer Kriegszone. In diesem Jahr wurden bereits 102 Menschen umgebracht. Die Bürgermeisterin Jean Quan bekommt das Problem nicht unter Kontrolle und schwafelt von einem 100 Block Plan, den keiner versteht und der auch nicht offengelegt wird. Die politische Führung in der Stadt ist unfähig oder unwillig, hinzu kommt, dass nach Budgetkürzungen und Haushaltsumschichtungen nur noch ein Skelett der lokalen Polizeibehörde übrig geblieben ist. Nur noch etwas über 600 Mitarbeiter sind auf der Gehaltsliste zu finden, fast doppelt so viele wären vonnöten in einer Großstadt wie Oakland mit solch einer Kriminalitätsrate. Und diese Zahl von 600+ sind nicht alleine Streifenpolizisten, damit ist jeder aufgeführt, der fuer die OPD arbeitet, also von der Sekretärin bis zum Pförtner. Kein Wunder also, dass bei „einfachen“ Einbrüchen keine Polizei mehr kommt. Man wird mittlerweile aufgefordert, online eine Anzeige zu stellen, aufzulisten, was gestohlen wurde, damit man dann ganz einfach einen Beleg für die eigene Versicherung ausdrucken kann.

Die Mordrate steigt weiter, im Rathaus sitzt eine unfähige Bürgermeisterin, die keinerlei Basis mit dem Stadtrat findet, um die eigentlichen Probleme in Oakland anzugehen. Die Situation wird schlimmer, das Haushaltsloch größer, das Budget für die Polizei und andere städtische Einrichtungen kleiner. Nun setzt der Sheriff von Alamada County, dem Bezirk, in dem auch Oakland liegt, auf eine ganz neue Strategie. Anstelle von teuren Hubschraubereinsätzen über der Stadt und der Region sollen kriegserprobte Drohnen zum Einsatz kommen Die Anschaffungskosten liegen zwar bei 50.000 – 100.000 Dollar, doch langfristig könnten damit die Kosten für die Überwachung von oben gedrosselt werden. Sheriff Greg Ahern hat sich eine gerade mal zwei Kilogramm schwere und etwas über einen Meter breite Drohne ausgesucht, die fortan die Dinge aus der Luft betrachten soll. Die Hersteller der Drohnen bieten sogar an, diese auf besonderen Wunsch der Polizeibehörden zu bewaffnen. Möglich wäre durchaus, dass Gummigeschosse von oben abgefeuert werden könnten.

Feuerwehren und Umweltschutzorganisationen im Land nutzen bereits Drohnen für ihre Arbeit. Polizeidienststellen dagegen noch kaum, doch das soll sich nun ändern. Klar ist jedoch auch, so einfach wird es mit einer Einführung der Drohnen über amerikanischen Großstädten nicht werden, denn schon jetzt klagen Bürgerrechtsanwälte gegen solch eine Nutzung und möglicher Verletzung der Privatsphäre von Bürgern. Sie glauben nämlich nicht, dass die Drohnen nur gegen hartgesottene Kriminelle eingesetzt werden sollen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Um zu überprüfen, dass Sie eine reale Person und kein Spam-Roboter sind, lösen Sie bitte vor dem EINTRAGEN die nachfolgende kleine Rechenaufgabe, das sogenannte CAPTCHA *