Ein Ding, genannt Flugzeugträger

Mitt Romney schwitzte, Barack Obama war ganz cool. Doch einen klaren Sieger gab es am Ende nicht. Romney griff auf dem ungewohnten Terrain der Außenpolitik an, präsentierte sich dabei nicht als Elefant im Porzellanladen und das reichte ihm schon am Ende. Obama hingegen argumentierte, verteidigte und schoß zurück. Klar wurde am Montagabend, die beiden unterscheiden sich gar nicht so sehr in Fragen der Außenpolitik, deshalb zog es sie auch immer wieder zur Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik zurück, um die Differenzen herauszukehren.

Wer als Wähler in den USA noch immer unentschlossen ist, der sollte langsam eine Münze werfen. Noch zwei Wochen, dann sind Dauerbeschallung und die Frickelfrackelanalysen der Möchtegernexperten vorbei. Zum Glück, nach zweieinhalb Jahren Wahlkampf kann man das alles nicht mehr hören. Langsam wäre es mal wieder Zeit zum Regieren.

Der heutige Abend war dennoch unterhaltsam, es ging in dieser dritten Fernsehdebatte zwischen Mitt Romney und Barack Obama thematisch um vieles. Libyen, Syrien, Ägypten, Iran, Afghanistan, Pakistan, Israel, China und dann noch ein bisschen amerikanische Sicherheits-, Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik. Es ging munter hin und her, keiner erlaubte sich einen Ausrutscher, wobei die Latte für Romney weit tiefer lag, als für den „Commander in Chief“. Höhepunkt war sicherlich die kleine Lehrstunde für Romney, als dieser erklärte, Obama lasse der US Navy weniger Boote als 1917. „Also, Gouverneur, wir haben auch weniger Pferde und Bajonette, denn unser Militär hat sich verändert. Wir haben diese Dinge, die man Flugzeugträger nennt, auf denen Flugzeuge landen können. Wir haben diese Schiffe, die unter Wasser fahren: Atom U-Boote. Also es ist keine Frage des Schiffe versenkens, bei dem wir Boote zählen. Es geht  um unsere Möglichkeiten.“

 

 

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