Jetzt geht’s los!

Mitt Romney appelliert an die Wähler, auf alle Fälle ihre Stimmen abzugeben, in der Hoffnung, dass sie für ihn votieren. Barack Obama hat ein Basketballspiel mit Freunden ausgemacht. Der Wahltag hat begonnen. Hinter uns liegen mehr als zwei Jahre Wahlkampf, endlose und zum Teil dämliche Debatten. Hasserfüllte Angriffe gegen den Präsidenten und ein nicht funkionierendes Politsystem in Washington. Viel Politiker und Kandidaten müßten eigentlich eine lange Nase vom vielen Lügen haben, Baron Münchhausen würde hier derzeit nur im Schatten stehen. Die amerikanische Politik ist ein Fall für sich. Das Land so groß, wenn man wie ich auf einer Seite des Kontinents lebt, versteht man nicht unbedingt, was die da ein paar tausend Meilen weiter östlich treiben. Ganz zu schweigen von dem, was da im Mittleren Westen oder im „Bible Belt“ passiert.

Für mich immer wieder spannend und aufschlußreich ist, wenn man von der Insel San Francisco Bay Area runterkommt und Richtung „American Heartland“ fährt. Das ist ein „Reality Check“. Das ist Amerika.

Nun also wird gewählt, der Ausgang am Morgen des Wahltages ungewiss. Mehr als 2000 Anwälte stehen bereit, um Unregelmäßigkeiten bei der Stimmabgabe und bei der Auszählung rechtlich überprüfen zu lassen. Die USA erleben an diesem Tag wieder eine Lehrstunde in Sachen Demokratie. Auf dem Papier steht zwar, dass jeder Bürger wählen darf, aber ob er das auch kann und seine Stimme gezählt wird, das ist noch offen. Erste Hinweise aus Florida und Ohio zeigen schon, dass das amerikanische Wahlchaos begonnen hat.

Es wird ein langer Wahlabend, den ich im Herzen der Linken in den USA, in Berkeley auf einer Wahlparty erleben werde. Dort in einem Club, in dem an jedem anderen Abend Country, Folk und Americana Musiker und Bands auftreten, werden heute die Ergebnisse aus dem ganzen Land eintreffen, von einer lokalen Radiomoderatorin präsentiert und moderiert werden. Ab 17 Uhr geht es los und von dort wird auch live an dieser Stelle gebloggt werden.

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