The Day After

Der Tag danach     

Die republikanische Partei steht vor einem Scherbenhaufen. Auf dem Murdoch Nachrichtenkanal FOXNews trafen sie sich heute alle. Einige gestanden ein, dass sie Fehler in ihren Analysen gemacht haben, andere gingen unmittelbar zum Angriff auf Obama über. Der Präsident werde nur noch weiter die glorreichen USA an die sozialistischen Euroländer heranführen. Dem könne man nicht zusehen, als Konservativer und Patriot sei man nun gefragt, sich für Amerika einzusetzen. In zwei Jahren stehen die nächsten Kongresswahlen an und schon jetzt müsse das Fundament für den nächsten Kampf ums Weiße Haus gelegt werden.

Ach du meine Güte, jetzt geht das Theater wieder von vorne los! Einzige Überraschung für mich an diesem Tag war der frühere Bürgermeister von New York und Präsidentschaftskandidat Rudy Giuliani. Er meinte auf CNN, Romney sei ein guter Mann, habe aber Fehler gemacht, in dem er es nicht geschafft habe, die Latino Wähler im Land anzusprechen. Und er warf seiner Partei vor keinen klaren Kurs zu fahren. Man könne nicht auf der einen Seite verlangen, die Bundesregierung dürfe nicht noch weiter wachsen und solle sich möglichst aus allem raus halten und gleichzeitig fordern, dass sie sich in soziale und private Angelegenheiten der Bürger, wie gleichgeschlechtliche Ehen, einmische. Das könnten die einzelnen Bundesstaaten viel besser entscheiden und lösen.

Der Tag danach war eine Bauchnabelschau. Die einen schlugen sich freudig erregt auf den Wanst, dankbar noch einmal die Kurve gekratzt zu haben. Die anderen puhlten sich die Fussel aus dem Bauchnabel und überlegten, wie es dazu kommen konnte. Zum „Day After“ gibt es oben einen aktuellen Audiobericht.

 

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