Herbert will es wissen

„Hast du etwas Zeit für mich, dann singe ich ein Lied für Dich…“ trällert Nena noch immer durch den amerikanischen Äther. Und das hat sich wohl auch Herbert Grönemeyer gedacht, wenn Nena das kann…. Der Großvater des Deutschrock will es nun auch in Amerika wissen. Sein Konzert mit Gaststar Bono von U2 wurde für das US Fernsehen PBS aufgezeichnet und wird im Dezember als „Fundraiser“ für zwei Stationen ausgestrahlt. Wer spendet kann Tickets für zwei Konzerte von Grönemeyer in New York und Chicago bekommen.

Im Februar soll dann auch ein Album in den USA erscheinen. Falls die Platte gut läuft, soll es auch eine Tour im Herbst 2013 geben. Grönemeyer ist bekannt in Amerika…zumindest sein Gesicht aus dem Film „Das Boot“. Den deutschen Filmklassiker kennt eigentlich jeder. Doch Herbert Grönemeyer als Sänger in Amerika, man kann gespannt sein. Schon jetzt wird von Seiten der deutschen Botschaft und der Konsulate die Werbetrommel für die CD und Tour geschlagen, wobei ich mich wundere, ob Grönemeyer wirklich auf dem amerikanischen Markt eine Chance haben wird. Er ist gut – keine Frage. Er hat deutsche Musikgeschichte geschrieben – ohne Zweifel. Sein Genuschel ist einzigartig und zeigt, dass man nicht unbeding klar und deutlich singen mus, um erfolgreich zu sein – mit absoluter Sicherheit. Aber Herbert Grönemeyer ist weder Kraftwerk noch Rammstein noch Max Raabe.

„I walk“ heißt das Album, das im Februar erscheinen soll. Grönemeyer singt da auf Englisch, seine erste CD, die nicht in der Muttersprache aufgenommen wurde. Auch das nun auf PBS ausgestrahlte Konzertspezial heißt „I walk“ und umfasst neben eigenen Songs auch Klassiker, die Herbert klasse findet, darunter „Always on My Mind“ von Willie Nelson, „Marie“ von Randy Newman und „I’m On Fire“ von Bruce Springsteen.. Als Schmankerl schaut Bono für zwei Songs auf der Bühne vorbei….wo ist der eigentlich nicht zu finden? Weißes Haus, Afrika und bei Herrn Grönemeyer. Alles für den guten Zweck.

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