Bomben, Scheren und Kinderüberraschung

Kinderüberraschung in den USA     

Rund 30.000 Menschen sterben pro Jahr in den USA durch Schußwaffen. Mord, Selbstmord, Unfälle. Der jüngste Amoklauf in Newtown zeigte, wie lax die Waffengesetze in den USA sind. Vor diesem Hintergrund ist es mehr als verwunderlich, dass zum Schutz und Wohlsein der Kinder, das allseits bekannte und beliebte Kinderüberraschungsei in den USA weder importiert noch verkauft werden darf. Dazu der obige Audiobeitrag.

11 Kommentare in “Bomben, Scheren und Kinderüberraschung

  1. TJA, so wie wir diese haltung der US Vorschrift zu den Ü-Eiern belächeln, so belächeln die US Bürger unsere naive Haltung zum Waffenbesitz und das wir unser natürliches Recht auf Selbstverteidigung aufgegeben haben und nur noch einem überboardenden Nannystaat wollen, der alles reglementiert je grüner er „wird“!

    Für mich gilt: Ü-Eier sind egal, aber der legale Waffenbesitz in Deutschland muß erhalten und erweitert/gelockert werden!

  2. Hallo Arndt!

    DerRadiobeitrag über das “ Überraschungsei “ hat mich interessiert. Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich.

    Würde gerne den Beitrag in meine Sendung : Radio am Feierabend, senden.

    Bin für Radio 700 in Euskirchen, die für das deutschsprachige Belgien auf UKW 90,1 und 101,7 MHZ senden, auch im Internet zu hören sind. Für den Raum
    Ostbelgien. Wir sind ein Verein

    http://www.radio700.eu

    Herzliche Grüße

    Hans Werner Lange

  3. Dieses selbstverliebte Gegacker über „die Amerikaner“ ist so langsam brechreizerregend. 30.000 Tote? Vermutlich ja, aber warum verdammt nochmal wird nie zwischen legalen und illegalen Waffen unterschieden? Ebenso fallen in diese Statistik tote Verbrecher, die durch Notwehr davon abgehalten wurden, wirklichen Schaden anzurichten und knapp 50% aller Toten durch Schusswaffen sind Selbstmörder. Solche Nebensächlichkeiten interessieren eben nicht, wenn man zerfetzte Kinderkadaver als Alibi für seine rassistisch und ideologisch motivierte Hetze vorschieben kann. Das Einzige was wirklich mal dringend einer Reform bedürfte, wäre, dass man in Zukunft nichtmehr jede Dumpfbacke die einen Bleistift halten kann ohne Krebs zu bekommen, sofort irgendwo Redakteur werden lässt und falls doch, sollten diese Subjekte ihren Job verlieren, sobald sie gegen den Pressekodex verstoßen – aber da dürfte eine mediale Wüstenlandschaft entstehen, wenn man rot/grüne Vasallen aus der Propagandamaschine entfernt.

  4. @Captain Alb: Na, nun beruhigen Sie sich mal wieder. Tatsache ist, und das ist statistisch bewiesen, dass die Gefahr eines Selbstmordes oder eines toedlichen Unfalls mit Schusswaffen erheblich steigt, so bald eine Waffe im Haus ist. Von daher muss man in die Statistiken der Toten durch Schusswaffen durchaus auch die Selbstmorde mit einbeziehen.
    Wo Sie dabei eine „rassistisch und ideologisch motivierte Hetze“ sehen, ist mir nicht ganz klar. Die Fakten der Toten durch Schusswaffen in den USA hat weder was mit Rassismus zu tun, noch mit Ideologie.
    Und ich denke, da ich seit nunmehr ueber 16 Jahren hier drueben lebe, Steuern zahle und „die Amerikaner“ doch recht gut kennengelernt habe, darf ich auch darueber „gackern“ oder besser gesagt berichten. Und noch etwas ganz wichtiges, ich verallgemeinere eigentlich nicht. Nicht jeder Amerikaner war fuer Bush, nicht jeder Amerikaner hat eine Knarre, nicht jeder Amerikaner denkt bei Deutschland and Bayern…

  5. Es ist statistisch ebenso bewiesen, dass Selbstmörder auf andere Tatmittel ausweichen, wenn keine Schusswaffe vorhanden ist – also ist das Einfügen von Suizidopfern nur dazu gedacht eine Zahl dramatischer wirken zu lassen als sie in Wirklichkeit ist. Dieser pernanent süfissante Unterton mit dem man andauernd über „diese verrückten Amis“ berichtet ist rassistisch, denn würde man in gleichem Tonfall über Türken oder Israelis berichten, wäre das Geschrei über ausländerhassende Nazis wieder groß – nur beim Amerikahass darf man scheinbar immer eine Ausnahme machen, obwohl die bösen Amis es überraschenderweise seit 200 Jahren schafften eine Art von Demoktatie zu halten, während in Deutschland der Mob noch den Kaiser bejubelte oder Dichter und Denker die Schaufenster von Juden mit Hakenkreuzen besudelten und Kinder ins Gas schickten. In Deutschland leben Salafisten, die alle Christen tot sehen wollen – der längere Aufenthalt in einem Land ist somit noch kein Indiz für irgendwas, lediglich für den Aufenthaltsort und wer trotz 16 Jahren in den Staaten immer noch nicht gerafft hat, dass die Waffengesetze dort von einem Totalverbot bis zur Besitzpflicht reichen, berichetet einseitig und unseriös – that´s ist. Das und gezielt gewählte Worte wie „Knarre“ oder „Amoklauf“ (es waren keine Amokläufe, sondern Massenmorde, da Amokläufe spontan geschehen und nicht monatelang geplant werden – wenn jemand so eine Tat plant, lässt er sich auch nicht von einem Verbot davon abhalten, Timothy McVeigh tötete 168 Menschen mit Ammoniumnitrat und Kerosin, also ganz ohne Schusswaffen) sind ein Zeichen für Rassismus und Ideologie und dass solche Meinungsmache linksextrem/neoliberal angehaucht ist, weiß man hier wie dort. Mit den Fakten ist es eben immer so eine Sache, denn wer nur einen Teil der Fakten veröffentlicht, macht das mit Vorsatz oder ist nicht richtig informiert, denn es besteht ein gewaltiger Unterschied zwischen Abneigung und Hetze. Vielleicht sind wir hier in Deutschland mittlerweile auch zu sehr sensibilisiert, da die Grünen wegen jeder Nichtigkeit mit ihrem blödsinnigen Vorschlägen hausieren gehen. Vermutlich bin ich einfach zu sehr verärgert über die Politik der letzten Jahre, also nichts für ungut, ich will Ihnen nichts unterstellen 🙂

  6. @ Captain Alb: Ich spreche nie von den „verrueckten Amerikanern“ und auch nicht von den „Amis“, also, das koennen Sie mir sicherlich nicht unterstellen. Auch habe ich keinen Amerikahass, warum auch, ich lebe hier, und das ganz bewusst.
    Aber Sie liegen falsch, wenn Sie sagen, es gaebe mancherorts ein Totalverbot des Waffenbesitzes. Das stimmt nicht. Das Grundrecht besteht ueberall in den USA, allerdings wird das Tragen und Transportieren von Waffen eingeschraenkt. Gerade in Grossstaedten, die vor allem unter massiver Waffengewalt leiden.

    Ok, wenn Sie sagen, man solle die Selbstmorde durch Schusswaffen nicht mit einbeziehen, dann bleiben wir bei den rund 16.000 Morden. Das ist eine erhebliche Zahl. Alleine in Oakland, einer Stadt mit rund 400.000 Einwohnern und in der ich wohne, wurden 2012 131 Menschen ermordet. Das ist eine hohe Zahl, die auch auf den sehr leichten Zugang zu Schusswaffen zurueck zu fuehren ist.
    Was mich hier stoert ist nicht der Umgang mit Waffen – in Kanada und in der Schweiz haben auch viele Menschen Waffen zu Hause – was mich stoert ist mehr, dass man viel redet, zusieht, aber nichts unternimmt. Lesen Sie dazu bitte auch meinen frueheren Blogeintrag: http://blog.nz-online.de/peltner/2012/12/16/staatlich-akzeptierter-terrorismus/

    Und ich berichte durchaus positiv ueber neue Ansaetze im Bereich der Gewaltpraevention. Schauen Sie bitte mal hier, das Feature koennen Sie dort auch anhoeren: http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/feature/rueckschau/-/id=659912/nid=659912/did=10295344/7ioqov/index.html

  7. Herr Peltner,

    Sie scheinen in der Tat eine eher gemäßige Ansicht zu vertreten, ich habe mich wohl ein wenig in Ihnen getäuscht. So wie Waffengegner reflexartig nach Totalverboten schreien, ist es bei mir eben gelegentlich auch der Fall ein wenig über die Maße zu reagieren, wenn ich etwas über irgendwelche amerikanischen Verhältnisse lese. Die Zahlen sind trotzdem sehr interpretierbar, da immer noch nicht zwischen legalen und illegalen Waffen differenziert wird und man auch gerne verheimlicht, dass die Zahl der durch Notwehr geretteten Leben um ein Vielfaches höher liegt als alle Toten durch Schusswaffen insgesamt (eine Studie des FBI, wenn ich mich nicht irre). Sicherlich ist in Amerika nicht alles lupenrein, aber das 2nd Amendment garantiert eine Balance der Gewalten und im Gegensatz zu Deutschland funktionierte das bisher ganz gut, denn so blöd sich das auch anhören mag, aber die tragischen Zwischenfälle mit legalen Waffen sind nichts im Vergleich zu Millionen Toten die eine Diktatur fordert – Beispiele gibt es genug in der Menschheitsgeschichte. Das alles ist vielleicht kein Freibrief so fortzufahren wie bisher, allerdings halte ich es seitens deutscher Medien für sehr borniert, wenn ein Land das noch vor gut 20 Jahren durch eine Diktatur zweigeteilt war, den Amerikanern jetzt in bester Oberlehrermanier Ratschläge in Sachen Demokratie erteilen wollen; von den Forderungen einer Änderung deutscher Gesetze wegen Zwischenfällen im Ausland mal ganz abgesehen – würde man eine Änderung der Gesetzgebung fordern, weil in Puerto Rico Autos geklaut werden? Vermutlich, aber wen würde das bei unseren Qualitätspolitikern noch wundern?
    Wie gesagt, nichts für ungut, ich habe eben eine etwas enthusiastische Art 🙂

  8. @Captain Alb: Man kann Zahlen sicherlich drehen und wenden wie man moechte, aber die Tatsache, dass es in den USA pro Jahr rund 16.000 Morde gibt, steht. Das liegt zum einen auch daran, dass der Zugang zu Waffen zu leicht ist. Und ja, wir reden hier, gerade bei Gangs und Kriminellen, von illegalen Waffen. Doch eine Verhinderung von schaerferen Gesetzen und Richtlinien allgemein, verhindert auch eine Regulierung von Waffen auf den Strassen.
    Anders ausgedrueckt, in einigen Teilen Oaklands ist es fuer Kinder einfacher an der naechsten Strassenecke eine „Knarre“ zu kaufen, als in ihrer Nachbarschaft Schulhefte zu bekommen. Sicherlich, die Gewalt in den USA ist nicht alleine auf den sehr leichten Zugang zu Waffen zurueck zu fuehren. Das ist jedem klar, der sich auch nur annaehernd mit dem Thema Gewalt beschaeftigt. Doch die unglaubliche Zahl von verfuegbaren Waffen im Land foerdert die Eskalation der Situation.
    Ein weiteres Beispiel…in unmittelbarer Naehe zur mexikanischen Grenze gibt es unzaehlige Waffenhaendler, die genau wissen, dass ihre Schusswaffen im Drogenkrieg Nordmexikos landen werden. Natuerlich werden Kriminelle an Waffen kommen, wenn sie das moechten, allerdings ist es in den USA so leicht, dass ein jahrelanger Drogenkartellkrieg mit allein rund 11.000 Toten seit 2008 in einer Stadt wie Ciudad Juarez massiv durch die Schusswaffen aus dem Norden befeuert wird.
    Was auch immer wieder in dieser Diskussion uebersehen wird ist, dass eigentlich niemand das totale Verbot von Waffen in den USA fordert. Man fragt sich nur – und das zurecht – warum Amerikaner Sturmgewehre wie ein Soldat im Einsatz in Afghanistan haben muss. Falls Sie einmal in die USA kommen, rate ich Ihnen zu einem Besuch auf einer „Gund Show“, Sie werden ueberrascht sein, was man alles als Normalbuerger ganz legal erwerben darf.
    Und ganz ehrlich, ich glaube nichts wird sich gross in den USA aendern…es gab schon zu viele Amoklaeufe oder Massaker. Das Problem ist nicht der Unwillen der meisten Amerikaner den Zugang zu Waffen zu beschraenken, sondern eher ein politisches System, das ueberhaupt keine Moeglichkeiten hat, bestimmte Dinge zu veraendern. Was in Los Angeles oder Oakland geschieht, interessiert niemanden in Montana, North Dakota oder Wyoming…doch ohne die Stimmen dieser Politiker, wird es kein Umdenken in Washington geben.

  9. Sicherlich ist nicht alles so toll wie es die NRA erzählt aber es ist auch nicht alles so dramatisch, wie es Verbotsfanatiker präsentieren. Sogenannte Assault Weapons sind in den meisten Bundesstaaten illegal, es gibt sehr wohl das AR-15 und dessen Ableger, aber diese sind im Gegensatz zu Sturmgewehren nur halbautomatisch – Sturmgewehre sind vollautomatisch. Dass man auf solchen Gun Shows auch mit der Dillon Aero (bei Laien auch als „Minigun“ bekannt) schießen darf und diese sogar in 2-3 Bundesstaaten erlaubt ist, mag sein, jedoch ist der Erwerb größtenteils auf Halbautomaten begrenzt. Den Drogenkrieg mit Mexico hat Amerika der CIA zu verdanken, denn mit der ganzen Scheiße wollte man die Schwarzen zermürben – was ja auch irgendwie gelang. Leider wurde die Sache wie Hussein und bin Laden zum Selbstläufer und die Schwarzen traf es nicht ganz so sehr wie erhofft, dafür hängen jetzt viele Weiße an der Nadel. Die CIA ist ein Konstrukt welches von ehemaligen Angehörigen von Gestapo und SS gegründet wurde und einer der vielen Gründe warum es wichtig ist als Bürger in der Lage zu sein sich gegen eine Regierung zur Wehr setzen zu können. Viele verwechseln gerne Staat und Regierung, dabei ist der Unterscheid so einfach wie wichtig: Der Staat sind die Bürger, die Regierung nur wenige Leute. Wer so naiv ist und der Regierung die totale Kontrolle überlässt und glaubt, dass diese Macht nicht missbraucht wird, hat in Geschichte nicht aufgepasst, denn bisher haben alle Diktaturen zu Millionen Toten, Armut und Leid geführt. Kein Gesetz der Welt kann verhindern, dass Gangster an illegale Waffen kommen, das zeigten jüngst Endland und Australien und auch in Amerika sind es laut Statistik relativ wenige legale Schusswaffen die bei Gewaltverbrechen eingesesetzt werden. Die Statistik spricht nur von Toten, aber dass zu diesen Toten auch tote Gewaltverbrecher hinzugerechnet werden, die von gesetzestreuen Bürgern rechtmäßig in Notwehr oder von Polizisten in Ausübung ihres Dienstes erschossen wurden, wird gerne verschwiegen. Wie gesagt: bestimmt kann man irgendwo etwas verbessern, aber die Erfahrung zeigt, dass Gesetzesänderungen oft nur die Basis für weitere Beschneidungen sind. In Deutschland glauben viele das zurechtgecuttete Märchen von Moore´s „Bowling for Columbine“ in dem man bei einer Bank für die Kontoeröffnung ein Gewehr bekommt und dann gleich damit herausspazieren darf. Dass zwischen Kontoeröffnung und Abholung der Waffe 2 Wochen Wartezeit inklusive Backgroundcheck lagen, wird von den Medien verschwiegen, weil es ja sonst nicht ins Bild vom Amerika mit Maschinengewehren an der Käsetheke passen würde. Wenn alles so eindeutig ist und alle so einfach erklärt werden kann, warum müssen dann Redakteure immer mit Superlativen um sich werfen oder Zahlen fälschen, Halbwahrheiten und Lügen verbreiten und aus dem Zusammenhang greissene Statiatiken, Zitate oder Bilder präsentieren? Was gibt es zu verschweigen, wenn man so massiv darauf angewiesen ist Propaganda zu betreiben? Das ist doch der springende Punkt: Warum wird so exzessiv gelogen?

  10. Die Amerikaner muss man einfach nicht verstehen oder? Einerseits sind fast alle streng und fanatisch gläubig und rennen zu fast jeder Angelegenheit in die Kirche aber andererseits hat fast jeder von denen zig Waffen zuhause im Schrank.
    Wenn die Amies doch so gläubig sind, dann sollten sie sich evtl. die 10 Gebote nochmals durchlesen, denn darin heißt es doch in einem der Gebote „Du sollst NICHT töten!“
    Aber dass das ja wohl nicht klappt sieht man ja in Amerika leider zu häufig.

  11. It was also a great surprise to me that something so unassuming and prevalent in Germany would be banned in the US. It is widely believed that German society is more risk adverse in comparison the the US, so this type of ban is indeed an exception.

    Thank you for pointing out some of the many ironies in the American way of life and policy. For many of us it seems like a no-brainer to ban guns which cause so many deaths. Resources and energies need to be redirected – with or without our happy toy treat.

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