Laßt mir meine Knarre

In dieser Woche habe ich einen Artikel für die Nürnberger Zeitung geschrieben, in dem ich erklärte, dass es die von Präsident Obama angestrebte Verschärfung des Waffengesetzes nicht geben wird. „Shame on us“, erklärte er selbst in der vergangenen Woche. Die jüngsten Amokläufe in Auroa, Colorado, und Newtown, Connecticut, haben kein Umdenken bewirkt. Zumindest nicht bei den Gesetzgebern in Washington. Das vermeintliche Grundrecht auf Waffenbesitz ist heiliger als der Schutz der eigenen Bevölkerung.

Und nun die Nachricht, dass einige Staaten, wie New York, Colorado und jüngst Connecticut schärfere „Gun Laws“ verabschiedet haben. In ihrem Bundesstaat wohlgemerkt. Viel bringen wird das nichts, also es wird auch in Zukunft Schießereien, Morde und Amokläufe geben. Denn zum einen werden diese Gesetze von der Waffenlobby NRA und den „Rocky Mountain Gun Owners“ vor Gerichten auf ihre Verfassungsmäßigkeit geprüft werden. Zum anderen bleibt auch mit diesen regional beschränkten Gesetzen der leichte Zugang zu Waffen garantiert.

Mehr als 300 Millionen Schußwaffen sind in den USA im Umlauf. Nach jedem Massaker, wie jüngst in der Sandy Hook Grundschule in Newtown, bei dem 20 Kinder und sechs Erwachsene abgeballert wurden, steigen die Waffenverkäufe in den USA. Amerika hat sich schon lange entschieden eine bewaffnete Nation zu sein. Heute ist es einfacher in einigen Stadtteilen von Oakland an einer Ecke eine billige Knarre zu kaufen, als Schulhefte für Kinder. Und das, obwohl Kalifornien strenge Waffengesetze verabschiedet hat. Der Kampf gegen die Schießeisen ist schon lange verloren, die Frage ist nur, wann das nächste Massaker passieren wird.

 

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