Die Pflicht eine Waffe zu tragen

Amerika debattiert derzeit über neue Waffengesetze, viel bringen wird es nichts. Sogenannte „Background-Checks“ bei denen geprüft werden soll, ob ein Waffenkäufer eine kriminelle Vergangenheit oder psychische Probleme hat, sind beim Stand von über 300 Millionen Waffen im Umlauf sinnlos. Knarren gibt es an jeder Ecke einer Großstadt zu kaufen.

Die anderen Verschärfungen im Waffengesetz, die Präsisent Obama vollmundig nach dem Attentat in Newtwon ankündigte – das Verbot von voll- und halbautomatischen Schießeisen und die Begrenzung von Patronen in Magazinen – sind bereits vom Tisch. Dafür gibt es keine Mehrheit im Kongress und Senat. Punkt.

Sowieso zeichnet sich in diesen Tagen immer mehr ab, wie gespalten Amerika in der Frage seiner Waffenpolitik ist. In einigen Südstaaten wurden die Waffengesetze nach den Amokläufen in Aurora und Newtown sogar noch erleichtert. Amerikaner dürfen dort offen ihre Ballermänner rumtragen, an Schulen und Universitäten ist es Lehrern und Professoren erlaubt, ein Schießeisen zum eigenen Schutz mitzuführen. Man muß ja auf alles gefaßt sein. In der Ortschaft Nelson, Georgia, ging der Stadtrat sogar so weit, dass die Bürger verpflichtet wurden, daheim eine Knarre zu haben. Einstimmig wurde dieser Entscheid angenommen. Man verstehe das mehr als ein politisches Signal, wurde danach erklärt, denn die lokale Polizei werde sicherlich nicht von Tür zu Tür gehen und sich die Pistolen und Gewehre der Bürger von Nelson zeigen lassen. Aber Gesetz ist Gesetz, Waffenpflicht in Nelson. Man kann sich nur wundern, entweder ist die Kleinstadt Nelson von Kriminellen überlaufen oder aber es ist ein Hort der Jäger. Waidmannsheil!

Dennoch, im „Heartland“ der USA gehören Waffen zum Alltag, „it’s the American way of life“. Und nichts und niemand, weder ein Präsident noch ein Amoklauf, können das verändern.

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