Er positioniert sich für 2016

Chris Christie ist der Gouverneur von New Jersey. Ein übergewichtiger und wortgewaltiger Mann, der als heißer Kandidat auf das Weiße Haus gilt. Ja, es geht schon wieder los. Die Wahlen sind zwar erst im November 2016, doch schon jetzt beginnt das leichte Positionieren.

Chris Christie wurde vor allem bekannt, und auch berüchtigt, nachdem er nach der Katastrophe des Hurricanes Sandy quasi den Schulterschluß mit Präsident Obama übte. Christie, erklärter Gegner von Präsident Obama, suchte jedoch dessen Nähe, gerade in der Hochzeit des Wahlkampfs 2012. Kurz vor dem Wahltag pries er den Präsidenten, dessen Katastrophenhilfe, dessen Krisenmanagement, dessen tatkräftige Unterstützung für die Bürger von New Jersey. Und das stieß natürlich etlichen in der eigenen Partei auf. Christie sei Obamas Wahlkampfhelfer, Christie hätte sich zurückhalten sollen, wurde er von allen Seiten bombardiert. Doch der reagierte gelassen und wurde dadurch zu einem der bekanntesten Politiker in den USA.

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Mitt Romney verlor die Wahl und etliche Stimmen in der republikanischen Partei machten Christie verantwortlich dafür. Und dennoch, Chris Christie gilt seitdem als ernstzunehmender Kandidat für den Job im Weißen Haus, gerade weil er parteiübergreifend denkt und handelt.

Nun legte er nach. Am Montag verstarb der 89jährige demokratische Senator aus New Jersey, Frank Lautenberg. Als Gouverneur hat Christie das Recht und die Möglichkeit, einen Nachfolger bis zur nächsten Wahl im November 2014 zu bestimmen. Seine Parteikollegen hofften darauf, dass Christie einen aus ihren Reihen ins Amt hievt, der dann schon mal für die kommenden eineinhalb Jahre zeigen könnte, was er drauf hat.

Doch Christie verweigerte sich der Idee und erklärte: „The right thing is to let the people decide“. Also, die Wähler sollen selbst entscheiden, und zwar in einer Sonderwahl. Die Vorwahlen der Parteien sind für Anfang August angesetzt, die konkrete Senatswahl dann im Oktober. Doch das stößt nun allen auf. Die Republikaner sind sauer, weil sie seit 1972 keinen Senatsposten mehr in New Jersey gewinnen konnten. Die Demokraten sind sauer, weil Christie eine Sonderwahl einberuft und nicht am offiziellen diesjährigen Wahltag, dem 5. November wählen läßt. An dem Tag geht es auch um den Gouverneursposten.

Der Gewinner bei allem ist Chris Christie, der sich erneut als Politiker darstellen kann, der nur das beste für die Bürgerinnen und Bürger von New Jersey im Sinne hat. Ganz ohne Parteiklüngel. Mal was ganz anderes im US amerikanischen Poltikgeschäft.

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