Tod im Todestrakt

Richard Ramirez ist tot. Einer der berüchtigsten Serienmörder in Kalifornien ist am Morgen im Marin General Hospital nördlich von San Francisco verstorben. Fast 30 Jahre lang war Ramirez im Todestrakt von San Quentin untergebracht und wartete dort auf seine Hinrichtung.

Der 53jährige brachte zwischen 1984 und 1985 13 Menschen im Großraum von Los Angeles um. Als „Nightstalker“ terrorisierte er die Bevölkerung. In den meisten Fällen, drang er in den frühen Morgenstunden durch offene Fenster oder Türen in die Häuser ein. Die Opfer wurden erdrosselt, erstochen oder erschossen aufgefunden. Die Mordserie führte Mitte der 80er Jahre zu einem erheblichen Anstieg von Waffen- und Munitionsverkäufen in der Metropolregion Los Angeles.

Ramirez traf ich mehrmals im Besucherraum von San Quentin. Ein hochgewachsener, schlanker Mann. Immer ein Lächeln im Gesicht. Besuch bekam er nur von Frauen, die nach seiner Verurteilung zuhauf die Nähe des Killers suchten. 1996 heiratete er hinter Gittern Doreen Lioy, die ihm zuvor in 75 Briefen näher gekommen war.

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