Deutschland arbeitet für die NSA

Angela Merkel hat da wohl etwas zu erklären. Laut Wayne Madsen, einem ehemaligen NSA Mitarbeiter, liefern gleich sieben europäische Staaten Informationen an die NSA. Neben Großbritanien hätten Dänemark, die Niederlande, Spanien, Frankreich, Italien und auch Deutschland geheime Abkommen mit dem amerikanischen Nachrichtendienst geschlossen. Ganz gezielt würden Erkenntnisse über Personen ausgetauscht, Ergebnisse von Abhörmaßnahmen geteilt werden.

Die Zusammenarbeit gehe auf Verträge bis nach dem Zweiten Weltkrieg zurück, doch seien diese bis heute gültig. In einem Interview wunderte sich Wayne Madsen nun, dass einige europäische Politiker, darunter vor allem Angela Merkel, so überrascht über die Abhörarbeit der NSA seien. „Ich verstehe nicht, wie Angela Merkel dabei so ernsthaft schauen kann“, meinte Madsen. Tatsache sei, etliche europäische Regierungen kooperieren eng mit der National Security Agency (NSA). Der Bundesnachrichtendienst arbeite wie andere europäische Geheimdienste seit Jahrzehnten im Schulterschluß mit der NSA. Merkel solle also nicht so tun, als sei das alles etwas neues für sie, so Madsen.

Wayne Madsen ist kein Unbekannter. Lange Zeit arbeitete er als Vertragspartner für die NSA und konnte so einen direkten Einblick in die Arbeit des Geheimdienstes erhalten. Nach seinem Ausscheiden beschäftigte er sich weiterhin mit dem Vorgehen der Behörde. Madsen veröffentlichte immer wieder Fakten über die NSA, so über die Programme ECHELON, PRISM und FIRSTFRUIT bevor diese bestätigt waren und allgemeinhin durch die Nachrichtenwelt geisterten. Für den Geheimdienstkenner steht fest, dass die National Security Agency in den vergangenen Jahren ihre Aktivitäten weiter ausgebreitet hat und diese Programme alle unter „Streng Geheim“ laufen. Nur wenige in Washington wissen genau, was die NSA tut und wer, wo und wie abgehört wird. Es wäre also wohl an der Zeit für die deutsche Bundesregierung offenzulegen, wie die Zusammenarbeit zwischen dem amerikanischen und dem deutschen Geheimdienst genau aussieht und welchen Zugang die Amerikaner auf die Daten von Bundesbürgern haben.

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