Die weißen Tauben sind müde

Die USA greifen in Syrien ein     

Lange Zeit hielt sich Amerika zurück. Syrien, damit wolle man lieber nichts zu tun haben. Das ist eine explosive Mischung, die man überhaupt nicht einschätzen könne. Doch der Druck auf die USA wuchs endlich zu handeln – mit jedem Massaker, mit jeder Bombardierung der Zivilbevölkerung, mit weiteren Flüchtlingsströmen in die umliegenden Länder. International schaute man auf Washington, wartete auf ein Zeichen des Friedensnobelpreisträgers. Doch hier in den USA war man nicht bereit dazu, sich in einen weiteren Krieg verwickeln zu lassen.

Doch damit scheint nun Schluß zu sein. Genug geredet, jetzt wird gebombt. Barack Obama hatte selbst vor einem Jahr erklärt, der Einsatz von Giftgas in Syrien sei die rote Linie, die nicht überschritten werden darf, denn dann müßte man eingreifen. Und das ist nun passiert. Diesmal liegen wohl eindeutige Beweise vor, und nicht nur Vermutungen und gefälschte Geheimdienstpapiere, wie noch im Fall von Saddam Husseins Irak.

Mit deutlichen Worten trat Außenminister John Kerry am Montag vor die Presse und machte klar, dass es nicht mehr darum gehe, ob man militärisch eingreife, sondern nur noch wann. Er forderte die internationale Gemeinschaft auf, sich auf die Seite der USA zu stellen, die den Schutz der Zivilbevölkerung garantieren will. Selbst die Kritiker im Kongress sind verstummt und fordern „operative Schläge“ gegen das Assad-Regime. Selbst Karl Rove, ehemaliger Berater von Präsident George W. Bush, forderte Präsident Obama auf, eine breite „Coalition of the Willing“ zu formen.

Zur Haltung der USA im Syrien Konflikt ein aktueller Audiobeitrag.

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