Die Lichter gehen aus in Washington

Krise in Washington     

Na, eigentlich hätte ich schon erwartet, dass Präsident Barack Obama um Mitternacht vor die Tür des Weißen Hauses tritt, das Licht geht aus und er sperrt die Haustür ab. So symbolisch den Laden dicht macht. Da sendeten die Nachrichtenkanäle den ganzen Tag einen Countdown, als ob da gleich eine Rakete hoch geht oder ein neues Jahr eingeläutet wird, und dann passiert….nichts.

Aber eigentlich ist das keine Zeit um Witze zu machen, denn was da gerade in Washington passiert oder eben nicht passiert wird sehr viele Bürger treffen. Die amerikanische Regierung kann ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen, das muß man sich mal vorstellen. Staatsbedienstete werden in den Sonderurlaub geschickt, öffentlich geförderte Hilfsprogramme werden gestoppt, Nationalparks und Sehenswürdigkeiten geschlossen. Die Kosten für die Wirtschaft werden pro Woche auf mehrere Milliarden Dollar geschätzt. Sinn macht das alles nicht, was da passiert. Und das alles wegen einer allgemeinen Krankenversicherung, die im Grunde schon lange überfällig ist. Die die Republikaner aber als „sozialistisch“, „unamerikanisch“, „diktatorisch“ ansehen. Dazu der aktuelle Audiobericht.

5 Kommentare in “Die Lichter gehen aus in Washington

  1. Vielleicht wird nun endlich mal der breiten Öffentlichkeit klar, wie stark das Land verschuldet ist, denn der shot down passiert ja nur weil die Schuldenobergrenze nicht mehr angehoben wird.
    In den USA wird monatlich in Milliardenhöhe Geld gedruckt und werden Staatsanleihen gekauft, damit das Gebilde nicht zusammenbricht.
    Und in Europa wähnt man sich nach wie vor auf gutem Wege …

  2. Ich habe im Radio gehört, dass auch Zoos geschlossen werden. Stimmt das? – Was soll das denn bringen, wenn keine Besucher mehr kommen und somit keine Eintrittsgelder mehr bezahlen? Ich verstehe nicht, wem das etwas nützt. Die Tiere muss man doch weiter versorgen, und das Personal dazu braucht man schließlich auch?

  3. @uwo: Ja, auch Zoos sind dran, genauso wie Nationalparks, die ja auch davon leben und durch Besucher und deren Eintrittsgelder unterstüttzt werden. Man faehrt einfach eine Notbesetzung, die Tiere werden verpflegt, aber der ganze große Ablauf, das Tagesgeschäft wird vorerst gestrichen.
    Wie gesagt, es ist ein Verlustgeschäft von mehreren Milliarden Dollar in der Woche.

  4. @Lori: Nein, die gibt es eigentlich nicht, denn auch die Umfragen sind politisch gesteuert und motiviert.
    Interessant wird es sein, wie sich die Pflichtkrankenversicherung in Kalifornien durchsetzt. Hier wird massiv auf den Zuspruch der Latino-Gemeinde gesetzt, die bis zu 40 Prozent keinen Versicherungsschutz hat. Denn eins ist klar, wenn die Krankenversicherung in Kalifornien greift, wird das Auswirkungen auf den Rest der USA haben.

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