Run Hillary, Run!

Hillary Clinton ist derzeit auf Wohlfühltour. Ganz persönlich und wohl auch beruflich. 200.000 Dollar kassiert sie für einen Auftritt. Davon hat sie in den letzten paar Tagen gleich mehrere hingelegt. Das tut dem eigenen Konto und ihrer „Kriegskasse“ gut. Denn egal wohin Hillary Clinton in diesen Tagen auch kommt, eine Frage taucht immer wieder auf, auch wenn sie die Medienvertreter regelmäßig aussperrt: Madame Secretary, are you running for office in 2016?

Ob sie nun für den Job im Weißen Haus kandidieren wird oder nicht, da hüllt sich die ehemalige First Lady und Ex-Außenministerin in Schweigen. Sie habe noch keine Entscheidung getroffen, meint sie. Doch Clintons Einfluß auf die Partei ist ungebrochen. Viele in der demokratischen Partei hoffen auf eine Kandidatur von Hillary Clinton, denn durch ihre Zeit als US Senatorin und als Außenministerin hat sich Clinton einen guten Namen gemacht. Zwar ist Hillary für die „Tea Party“ Vertreter der republikanischen  Partei nach wie vor ein rotes Tuch, aber daran stört sie sich selbst so gar nicht. Sie lotet derzeit in den vielen Auftritten ihre Chancen aus und fühlt bei der Basis der Partei vor. Was ihr wichtig zu sein scheint ist, dass sie nicht wieder so einen teuren, persönlichen und kräftezehrenden Vorwahlkampf wie gegen Barack Obama führen muß. Sie will die Partei geschlossen hinter sich wissen, wenn sie denn in den Ring steigt.

Hillary Clinton hat die Energie, die Durchsetzungkraft, die Vision, das Auftreten, die „Starpower“, um die Demokraten hinter sich zu vereinen. Und sie kann viel Geld für einen sündhaft teuren Präsidentschaftswahlkampf sammeln. Das hat sie bewiesen, das gehört für sie zum politischen Tagesgeschäft dazu. Sogar Teile der Republikaner wollen Hillary Clinton als Kandidatin sehen, denn mit ihr weiß man, was man im Weißen Haus bekommt.

2016 werden die Karten ganz neu gemischt, bislang haben sich nur Republikaner in den Vordergrund gedrängt, die eher, wie Senator Ted Cruz, den radikalen Flügel der Partei repräsentieren. Der gerade phänomenal wiedergewählte, schwergewichtige Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, ist zwar in der Mitte des politischen Spektrums beliebt, doch wohl nicht bei den Erzkonservativen in seiner eigenen Partei durchsetzbar. Christie wird noch immer vorgeworfen, sein Schulterschluß mit Barack Obama nach Hurricane Sandy und nur wenige Tage vor dem Wahltag 2012, habe Mitt Romney die Wahl gekostet. Auch ist Christie in vielen sozialpolitischen Bereichen zu liberal für die „Tea Party“. Die Republikaner werden sich also ein Gemetzel im Vorfeld der Wahl 2016 liefern. Davon könnte Hillary Clinton profitieren. Doch alles wäre hinfällig, wenn Vize-Präsident Joe Biden doch noch seine Kandidatur erklärt. Allerdings ist das mehr als fraglich.

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