Noch eine Woche

Für die Angehörigen und Freunde war es eine Erlösung. Für das Children’s Hospital Oakland eine unnötige Verlängerung. Um 17 Uhr Ortszeit sollte am Montag die Beatmungsmaschine für Jahi McMatch abgeschaltet werden. Doch ein Richter erlaubte kurz bevor die „Deadline“ abgelaufen war eine Verlängerung der künstlichen Beatmung. Jahi McMath war am 12. Dezember für hirntot erklärt worden. Zuvor gab es Komplikationen nach einer Mandeloperation.

Der Familie bleibt nun eine Woche, bis zum 7. Januar, um eine Einrichtung zu finden, die das 13jährige Mädchen aufnimmt. Zwei Pflegeheime hatten ihre Bereitschaft erklärt, doch dann wieder abgesagt. Der Fall von Jahi hat mittlerweile nationale Schlagzeilen gemacht. Pro-Life Gruppen setzen sich für die Weiterbeatmung des Mädchens ein, obwohl sowohl die Ärzte des Hospitals, wie auch ein unabhängiger Mediziner, der vom Gericht beauftragt wurde, den Hirntod der 13jährigen bestätigten.

Nun ist die Familie am Zug, sie muß eine Einrichtung finden, die Jahi aufnimmt und den Transport dorthin organisieren. Spendengelder sollen all das ermöglichen. Das Children’s Hospital Oakland verlangt allerdings, dass der neuen Einrichtung, falls eine gefunden werden sollte, deutlich gemacht wird, dass eine Tote transportiert wird. Daher muß dem Transport auch der Gerichtsmediziner des Bezirks Alameda zustimmen. Der Sprecher des Krankenhauses, Sam Singer, meinte am Montagabend: „Die Ärzte in der neuen Einrichtung müssen verstehen, dass sie eine verstorbene Person an der Beatmungsmaschine übernehmen.“

 

1 Kommentar in “Noch eine Woche

  1. Die juristische Definition von Tod lässt sich nicht auf noch lebende Menschen übertragen. Wer beatmet werden kann, kann nicht gleichzeitig Tod sein. Wenn man keine Hirntoduntersuchung gemacht hätte würde keiner wissen wie geschädigt das Gehirn ist und man könnte sie wie ein Lebende behandeln. Deswegen habe ich verfügt, dass ich keine Hirntoduntersuchung möchte.

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