Tod einer Schülerin

Am 29. August fuhr die 17jährige Gabri Aparicio zur Golden Gate Bridge, parkte ihren Wagen, spazierte auf die Brücke und sprang in den Tod. 46 Menschen brachten sich so im vergangenen Jahr um, so viele wie noch nie zuvor seit der Eröffnung der weltbekannten Brücke 1937.

Eine halbe Stunde vor ihrem Freitod schickte die Schülerin noch einen Fragenkatalog per Email ab, für einen Artikel an dem sie für ihre Schulzeitung arbeitete. Das sei ein Zeichen dafür, dass es eine Kurzschlusshandlung gewesen sei, so die Eltern der 17jährigen. Ihr Leben hätte gerettet werden können. Die Geschichte der jungen Frau und die vieler anderer Selbstmörder wurden am Montag vor dem Rathaus in San Francisco erzählt. Angehörige und verschiedenste Organisationen fordern schon seit langem ein Netz unter der Brücke anzubringen, um Todesspringer retten zu können. Beschlossen wurde so ein Schutz im Jahr 2008, doch fehlt dem Brückenbetreiber, Golden Gate Bridge Highway and Transportation District. die dafür notwendigen 45 Millionen Dollar.

Die Angehörigen von Selbstmördern wollen sich damit nicht zufrieden geben und verlangen endlich die Umsetzung des Plans. Kritiker eines Sprungnetzes unterhalb der Golden Gate Bridge führen immer wieder an, dass durch diese Baumaßnahme das Bild der Brücke zerstört werden würde und, dass man damit einem zum Selbstmord entschlossenen Menschen langfristig nicht von seiner Tag abhalten kann.

„The Bridge“ ist eine beeindruckende Dokumentation über Menschen, die den Freitod an der Golden Gate Bridge wählen.

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