Ein „Bushman“ ist tot

Er trommelte nicht. Er erschreckte die Leute. Wer schon mal in San Franciscos Fisherman’s Wharf unterwegs war, der erlebte den „Bushman“. Zumindest einen davon, zwei trieben seit Jahrzehnten ihr Unwesen. Zum Leid und zur Freude der vielen Touristen. Der „Bushman“ sass auf einem Eimer am Rande des Fußgängerwegs, meist an einem Abfalleimer gelehnt. Vor sich hielt er ein paar Äste oder Sträucher. Wenn nun einer vorbeispazierte machte er laut „Booh“ oder knurrte oder macht sonst was. Fast jeder erschreckte sich, denn der „Bushman“ war vorher nicht bewußt zu sehen. Manche Frauen hauten ihre Tasche auf ihn, Männer drohten mit Prügel, bis sie erkannten, dass alle Umstehenden lachten. Sie blieben dann auch einfach stehen und warteten auf den nächsten Schreckhaften.

So machten die Buschmänner San Franciscos Tag für Tag ihr Geld und wurden zum festen Bestandteil von Fisherman’s Wharf. Auch Beschwerden von Einzelhändlern und Touristen stoppten sie nicht. Ganz im Gegenteil, die „Bushmen“ waren Kult im Touristenviertel von San Francisco. Einer von ihnen, Gregory Jacobs, ist nun verstorben. Nach 30 Jahren des professionellen Erschreckens gab nun sein Herz auf. Zurück bleibt David Johnson, der weitermachen will. Lange Zeit bekappelten sich die beiden Buschmänner, doch schlossen schließlich Frieden, als sie erkannten, für beide ist genug „schreckhafte Arbeit“ da.

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