„Der Präsident schläft“

John Boehner meint, Obama schläft im Amt.

John Boehner meint, Obama schläft im Amt.

“Now the terrorists have taken control of Mosul, they’re 100 miles from Baghdad. And what’s the president doing? He’s taking a nap.” Deutliche Worte vom Sprecher des Kongresses, dem Republikaner John Boehner. Barack Obama sei (mal wieder) schuld an der Misere. Er habe viel zu lange zugeschaut und abgewartet, die Zeichen seien schon seit langem überdeutlich, dass die Lage im Irak explodiern würde. Den Irakern solle man schnellstmöglich militärische Hilfe bieten, um die eskalierende Situation unter Kontrolle zu bringen, so Boehner. Kein Wort davon, dass die USA unter Präsident George W. Bush diese Katastrophe im Irak selbst verschuldet haben. Und nun ist Obama dafür verantwortlich, was sein Vorgänger verbockt hat. Bush hatte keinen Plan, außer das Ziel Saddam Hussein zu stürzen. Seine Adminstration glaubte ja sogar, dass die Iraker freudestrahlend und Fähnchen schwenkend, die Amerikaner als Befreier begrüßen würden. Die Geschichte hat sich bekannterweise anders entwickelt.

Nun also herrscht Chaos, eine irakische Stadt nach der anderen fällt in die Hände von ISIS, den radikalen Gotteskriegern, die einen Kalifatstaat im Irak und in Syrien entstehen lassen wollen. Und klar, die Republikaner zeigen mit dem Finger auf Obama, der in ihren Augen mal wieder Schwäche zeigt. Obwohl das eigentlich nicht stimmt. Lange Zeit warnten die amerikanischen Geheimdienste vor der Eskalation und arbeiteten mit der irakischen Führung zusammen. Doch die wollte sich nicht länger reinreden lassen. Nun hat Obama erklärt, man werden eventuell dem Wunsch der irakischen Regierung nach einem Drohneneinsatz folgen. Auch will man weiteres Militärgerät der irakischen Armee zur Verfügung stellen. Präsident Barack Obama kommt einfach nicht mehr aus dem Schatten des Irakkrieges heraus. Was sein Vorgänger da angerichtet hat, überschattet seine gesamte Präsidentschaft.

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