Obama sucht Nachfolger(in)

Senatorin Elizabeth Warren im Gespräch mit Barack Obama. Wird sie die erste US Präsidentin werden?

Senatorin Elizabeth Warren im Gespräch mit Barack Obama. Wird sie die erste US Präsidentin werden?

Hillary Clinton ist auf Werbetour für ihr Buch in Deutschland und die erste Frage, die ihr überall gestellt wird ist, wann sie endlich ihre Kandidatur bekannt geben wird? Als ob sie das wirklich in Deutschland preisgeben würde. Ganz abgesehen davon, dass ich nicht glaube, dass Hillary Clinton überhaupt kandidieren wird, und das aus mehreren Gründen, Amtsinhaber Barack Obama scheint sich schon auf eine Nachfolgerin festgelegt zu haben. Und die heißt eben nicht Hillary Clinton. Mit der einstigen First Lady, Senatorin, Außenministerin, doch vor allem innerparteilichen Kontrahentin im Rennen um das Weiße Haus 2008, verbindet Obama so etwas wie eine Hass-Liebe. Hillary ist eine begnadete Politikerin, die voll und ganz in ihrer Rolle als Chef-Diplomatin in der Obama Adminstration aufging. Doch Ehemann Bill Clinton hat nie einen Hehl daraus gemacht, was er eigentlich von Barack hält; nämlich gar nichts. Ein „Nobody“ sei Obama, der mit schönen Worten, aber ohne Inhalte die Wahl gewonnen habe. Seine Frau hätte die Herausforderungen nach acht Jahren George W. Bush besser gemeistert, als der Jung-Senator aus Illinois, so der Ex-Präsident Bill Clinton.

All das scheint Barack Obama nicht vergessen zu haben, denn er setzt bereits auf eine andere Kandidatin, Massachusetts Senatorin Elizabeth Warren. Sie gilt als Vertraute von Obama, als Unterstützerin seiner Politik, als Erbin seines politischen Vermächtnisses. Hillary, so heißt es aus dem Weißen Haus, würde einiges rückgängig machen oder zumindest aufweichen, was Obama in harten Kämpfen mit den Republikanern durchgesetzt hat. Offiziell wird sich Barack Obama zu dieser Personenwahl nicht äußern, doch die Obama Beraterin Valerie Jarrett hat sich bereits mehrmals mit Elizabeth Warren getroffen, um sie von einer Kandidatur zu überzeugen. Dabei sei es auch ums Geld gegangen. Jarrett habe Warren zugesichert, dass Obama seine „Geldmaschine“ für sie einsetzen werde.

Die 65jährige Elizabeth Warren war vor ihrer Wahl zur US Senatorin für den Bundesstaat Massachusetts Rechtswissenschaftlerin an der Harvard Universität. Ihr Spezialgebiet liegt auf Insolvenzrecht. Warren ist beliebt beim progressiven Flügel der demokratischen Partei und könnte als Kandidatin die Basis der Demokraten und Linken ansprechen.

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