Handschlag mit dem Teufel

Für einen Handschlag komme er nicht raus zum Flughafen nach Austin. Kurz und knapp verneinte Texas Gouverneur Rick Perry die Einladung, Barack Obama bei seiner Ankunft in Texas zu begrüßen. Perry schlug vor, dass der Präsident sich Zeit für ein ausgiebiges Gespräch nehmen sollte, um über die katastrophale Lage an der Grenze zu Mexiko zu sprechen.

Gouverneur Rick Perry will sich nicht mit Präsident Obama treffen.

Rick Perry will sich nicht mit Präsident Obama treffen.

Barack Obama kommt jedoch noch aus politischen Gründen in den „Lonestar State“. Er reist nach Texas, um dort an gleich mehreren Veranstaltungen für demokratische Kandidaten teilzunehmen, sprich Geld in die Wahlkampfkassen zu fluten. Die Tagespolitik bleibt da außen vor. Zwar erklärte das Büro von Obama, man werde bei einem runden Tisch auch über die Grenzfrage sprechen und dazu würde man Rick Perry gerne einladen, doch das scheint Perry nicht genug zu sein.

Der Gouverneur hat für sich die offene Grenze als offene Wunde Obamas definiert und bohrt darin fast täglich genüßlich herum. Am Sonntag erklärte er in der Sendung „This Week“ auf ABC: „Ich glaube, ihn (Obama) kümmert es nicht besonders, ob die Grenzen der Vereinigten Staaten gesichert sind“. Rick Perry, der 2012 als republikanischer Präsidentschaftskandidat gleich mehrere Aussetzer im Wahlkampf hatte und frühzeitig die Segel streichen mußte, positioniert sich derzeit. Alles sieht danach aus, dass er erneut ins Rennen ums Weiße Haus gehen will. Die illegalen Immigrantenströme aus dem Süden sind dabei ein Thema, das die Republikaner vereint. Und er als Gouverneur eines betroffenen Grenzstaates schafft es derzeit fast jeden Tag in die nationalen Medien zu kommen. Ein Handschlag mit dem „Teufel Obama“, wie ihn die politische Rechte in der GOP nennt, wäre da ein falsches Bild.

Die illegale Einwanderungswelle aus dem Süden treibt zur Zeit die verschiedensten politischen Wahlkämpfe an. Demokraten und Republikaner gleichermaßen haben überhaupt kein Interesse der Situation Herr zu werden. Sie setzen auf Zeit und spielen damit mit der Not und dem Leid Zehntausender, die in den USA (noch immer) das gelobte Land sehen.

 

 

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