4169 Kilometer südlich

Nürnberg – Istanbul – N’Djamena. Und schon ist man im Tschad. Eigentlich sollte es mit AirFrance über Paris gehen, doch irgendeine Gewerkschaft der französischen Luftlinie streikt. Am Flughafen in N’Djamena mußte ich mir erst einmal die Hände desinfizieren, dann leuchtete mir ein Mann mit Mundschutz, weißer Schürze und Einweghandschuhen eine blaue Lampe auf die Stirn, dann ging es zur Passkontrolle. Auch am Schalter Beamte mit Mundschutz und Handschuhen, die Angst vor Ebola geht um. Im Raum wirbelten Mücken um die Neonröhren. Reisepass und Visum in Ordnung, Koffer war auch da, paßt. Draußen wartete schon der Fahrer der Hilfsorganisation CARE auf uns, ja, die mit den CARE Paketen.

Nun bin ich im Tschad, ein Land, das mir so unbekannt ist. Vor der Reise hierher hatte ich alles gelesen, was ich über den Tschad und Chad in die Hände kriegen konnte. Sogar das Buch eines deutschen Missionarsehepaars „Tschad. Land ohne Hoffnung?“ las ich durch, um etwas mehr von Land und Leuten zu erfahren. 30 Jahre waren die beiden hier und erlebten den Umbruch von der französischen Kolonie zum unabhängigen Staat, der in den 70er Jahren im Bürgerkrieg versank. Doch viel mehr fand ich nicht auf der Suche und zur Vorbereitung für diese Reise.

Ein paar Tage in der Hauptstadt N’Djamena stehen an, bevor es weiter in den Süden des Landes geht. Dort arbeitet CARE in Flüchtlingslagern, Flüchtlinge aus der Zentralafrikanichen Republik, Flüchtlinge einer vergessenen Krise im Herzen Afrikas. Ich werde über diese Eindrücke berichten, über Menschen, die ich treffen, über das, was ich erleben werde.

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