Terrorattacke oder Spaßkommando

Sony Pictures hat derzeit den Kragen voll. Lachen Fehlanzeige. Vor vier Wochen knackten Hacker das System des Filmgiganten und klauten, was zu klauen ist. Daten von Mitarbeitern, Emails, fertig produzierte Filmdateien, Previews, Projektideen und, und, und. Dahinter wird die nordkoreanische Regierung vermutet, die zuvor erklärte, die Komödie „The Interview“ mit  Seth Rogen und James Franco in den Hauptrollen, sei eine „Kriegserklärung“. Produziert wurde der Film von Sony.

In Los Angeles wurde der Streifen bereits gezeigt, in New York sollte an diesem Donnerstag die Premiere stattfinden und US weit eine Woche später anlaufen. Doch es sieht nicht gut aus für den Klamaukstreifen. Unbekannte, die auch hinter dem Hackerangriff stehen, haben nun den Kinounternehmen gedroht, die den Film zeigen wollen, Anschläge auf die Kinos durchzuführen. „Carmike Cinemas“, ein Kinobetreiber mit 247 Filmsälen im Land, hat bereits einen Rückzieher gemacht und den Film aus dem Programm genommen. Die beiden Hauptdarsteller Rogen und Franco haben alle öffentlichen Werbeauftritte für „The Interview“ abgesagt.

Und nun klagen auch noch unzählige ehemalige Mitarbeiter gegen Sony, die dem Unternehmen mangelnde Datensicherung vorwerfen. Die Unbekannten haben bereits 32.000 Mails veröffentlicht. Sie nennen sich „Guardians of Peace“, kurz GOP, was in den USA für die republikanische Partei die Grand Old Party steht.

Das FBI und das „Departments of Homeland Security“ sind nun eingeschaltet, Hinweise auf den oder die Täter gibt es bislang noch nicht. Auch keine konkreten Hinweise auf Anschlagsziele in den USA. Falls wirklich das nordkoreanische Regime hinter der Cyber Attacke stecken sollte, wäre das eine deutliche Warnung an US Unternehmen und die Regierung in Washington. Kim Jong Un versteht wahrlich keinen Spaß, wenn es um seine Person geht. Schade eigentlich!

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