Hillary schaut nur zu

Alles sieht zwar danach aus, doch ich glaube einfach nicht daran. Hillary Clinton wird nicht fürs Präsidentenamt kandidieren. Seit langem schon bin ich davon fest überzeugt, Freunde und Bekannte halten mich für verrückt, dass ich das denke, doch nun schreiben auch die ersten Kommentatoren, die eine Kandidatur von Hillary Clinton anzweifeln.

Hillary Clinton, die Nicht-Kandidatin der Demokraten.

Hillary Clinton, die Nicht-Kandidatin der Demokraten.

Zuletzt Wesley Pruden, der in seinem Kommentar in der Washington Times zu dem Schluß kommt: „Hillary can’t win, and that’s why she won’t run“. Vieles spricht für die Demokratin, doch genausoviel dagegen. Hillary Clinton hat den bekannten Namen, die Möglichkeit und die Fähigkeit viel Geld zu sammeln, sie kennt sich auf dem Washingtoner und auf dem internationalen Parkett bestens aus, sie bringt Erfahrungen als First Lady, als Senatorin und als Außenministerin mit. Kein anderer Kandidat, keine andere Kandidatin wäre besser qualifiziert als Hillary Clinton.

Doch Hillary Clinton ist eine Politikerin, die gewinnen will. Und das kann sie 2016 nicht. Höchst wahrscheinlich würde sie sich in den demokratischen Vorwahlen durchsetzen, denn im Feld der Präsidentenpartei ist bislang kein ernstzunehmender Kandidat auch nur in Sicht. Im direkten Vergleich mit den Republikanern würde sie allerdings scheitern, denn schon jetzt ballern die ohne Gnade auf die Über-Demokratin Clinton ein. Sie wird mit den 90er Jahren in Verbindung gebracht, mit den Skandalen ihres Mannes, mit überholten politischen Zielen. Clintons Zeit, so die GOP, sei vorbei. Hinzu kommt ihre Zeit als Außenministerin, in die u.a. auch der Terroranschlag von Benghazi fiel. Die Republikaner haben seitdem keine Ruhe gegeben, gerade auch im Hinblick auf eine möglichke Kandidatur Clintons 2016.

Nach acht Jahren Barack Obama, wird sich kein demokratischer Präsidentschaftskandidat durchsetzen können. Das politische Pendulum schlägt wieder in die andere Richtung. Die letzte Ausnahme für diese Regel war George Bush, der nach Ronald Reagan kam, und gerade mal eine Amtszeit im Weißen Haus überlebte.

Hillary Clintons bittere Niederlage im Vorwahlkampf 2008 hängt ihr noch immer nach. Sie war und ist es nicht gewohnt zu verlieren, diese Schmach will sie sich garantiert nicht noch einmal antun. Schon jetzt stehen nahezu zehn namhafte Republikaner in Wartestellung, um der Kandidat ihrer Partei zu werden. Darunter ehemalige und aktive Gouverneure, die bekannt sind, ein gutes Netzwerk vorweisen und die Fähigkeit des Spendensammels haben. Nach acht Jahren Barack Obama ist das Land politisch gespalten. Hillary Clinton wird sich nicht auf so ein Höllenkommando einlassen. Sie kann nicht parteiübergreifend Brücken bauen. Man hasst sie, oder man liebt sie, das wird sich auch im anstehenden Wahlkampf nicht verändern. Hillary hatte ihre Chance 2008, und die hat sie vertan.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Um zu überprüfen, dass Sie eine reale Person und kein Spam-Roboter sind, lösen Sie bitte vor dem EINTRAGEN die nachfolgende kleine Rechenaufgabe, das sogenannte CAPTCHA *