Keine Knastbrüder im Raumschiff Apple

Das Model der neuen Apple Zentrale in Cupertino.

Das Model der neuen Apple Zentrale in Cupertino.

Der Tech-Gigant Apple baut derzeit in Cupertino einen neuen Firmensitz. Ein gewaltiger Campus, der an ein Raumschiff erinnert. Die Baumaßnahmen laufen auf Hochtouren, doch der Apfelkonzern hat nun durchblicken lassen, dass er keine in der Vergangenheit verurteilten Straftäter auf seiner Bausstelle haben möchte. Wer einmal mit dem Gericht in Kontakt kam oder derzeit kommt, darf nicht länger am Apple UFO mitschrauben, mithämmern, mitsägen, mitzementieren. Eine klare und deutliche Antwort.

Man kann es als paranoid bezeichnen, denn das Unternehmen hüllt sich gerne in Schweigen. Keine Informationen aus der Zentrale sollen nach draußen dringen. Anscheinend wohl auch nicht, wo welche Verstrebung und Verkabelung angebracht wird. Lokale Gewerkschaftsvertreter haben sich bereits über die Maßnahmen beschwert, da zahlreichen Bauarbeitern und Handwerkern gekündigt wurde, einzig aus dem Grund, weil sie vorbestraft sind. Für welche Tat und wie lange diese zurück liegt, ist dabei nebensächlich. Apple will über diese Entscheidung nicht diskutieren. „Kein Kommentar“ heißt es nur. Den Baufirmen wurde lediglich die Entscheidung mitgeteilt, dass Hintergrundchecks bei allen Arbeitern durchgeführt wurden und werden. Wer dabei als „Ex-Convict“ erkannt wird, erhält seine Papiere.

Derzeit überlegen Betroffene und Gewerkschaften, wie sie dagegen vorgehen können. Überlegt wird, ob man vor einem kalifornischen Gericht gegen Apple klagen kann.

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