Platz da für Hillary!

Nun macht sie es also doch. Am Sonntag steht ihre offizielle Verkündung an, Hillary Clinton will Präsidentin werden. „Breaking News“ blitzte gleich mehrfach über die Nachrichten Apps auf meinen Smart Phone auf. Etwas inflationär, denn so eine Überraschung war das nun auch wieder nicht. Und doch bin ich etwas perplex darüber, denn ich war fest davon überzeut, dass Hillary Clinton nicht kandidieren wird. Einfach aus dem Grund, weil sie nicht gewinnen kann.

Hillary Clinton will Barack Obama beerben.

Hillary Clinton will Barack Obama beerben.

Aber auf mich hört ja keiner… Nein, mal ehrlich, ich glaube nicht, dass nach acht Jahren Obama Administration ein Demokrat eine Chance hat. Und erst recht nicht eine Hillary Clinton. Klar, man weiß, was man mit ihr bekommt. Eine Politikerin durch und durch, die national und international hohes Ansehen hat. Den Washingtoner Politzirkus von allen Seiten her kennt. Aber klar ist auch, dass wohl keine andere Politikerin die Nation so sehr teilt. Clinton hat ihre Leichen im Keller, die nun Stück für Stück ausgegraben werden. Seitdem sie Außenministerin war und es den Terrorangriff auf das amerikanische Konsulat im lybischen Benghazi gab, halten die Republikaner diesen Vorfall wach. Clinton wird für die mangelnde Sicherheit in der diplomatischen Außenstellung, für das langsame Reagieren und das anschließende Vertuschen der Tatsachen verantwortlich gemacht.

Dann sind da die jüngsten Skandale um ihren Emailverkehr als Außenministerin und die Spenden von fragwürdigen Regierungen an die „Clinton Stiftung“. Nicht zu vergessen ist Hillary Clintons Zeit als First Lady, als sie Anfang der 90er Jahre versuchte eine allgemeine Krankenversicherung durchzusetzen. Clinton scheiterte, Obama schaffte es schließlich. Doch diese „Health Reform“ steht auf tönernen Füßen und mobilisiert derzeit die republikanische Basis im Wahlkampf. Die verhasste „Obamacare“ müsse weg, fordern alle republikanischen Kandidaten. Hillary Clinton steht also für eine Weiterführung der Versicherungspflicht in den USA, ein rotes Tuch für die Konservativen im Land.

Die Kandidatin Clinton wird nach einem langen, teuren und brutalen Vorwahlkampf in den Reihen der GOP die Republikaner zusammen bringen. Sie werden sich auf ihre Gegnerin konzentrieren, Hillary Clinton ist seit nunmehr Jahrzehnten das Hassbild in der Reagan Partei. Was für Hillary Clinton spricht, ist, dass sich auf der demokratischen Seite kein weiterer ernstzunehmender Kandidat nach vorne trauen wird. Alles wird auf „Madame Secretary“ zulaufen. Die Demokraten können sich geeint präsentieren.

Hillary Clinton will nun am Sonntag in einem Video, veröffentlicht auf den Social Network Plattformen, ihre Kandidatur bekannt geben. Danach reist sie als offizielle Präsidentschaftsanwärterin in einige Bundesstaaten, die die ersten Vorwahlen abhalten werden. Schon seit Wochen hatte sich dieser Tag angekündigt. Strategisch und fast militärisch wurde der Tag X vorbereitet. Nun ist er da. Mit der Kandidatur der Überdemokratin Hillary Clinton wird damit der Wahlkampf 2016 ganz offiziell eingeläutet. Ausgang noch ungewiss.

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