Hillary Clinton als Piñata

Es war lange Zeit ein offenes Geheimnis, dass Hillary Clinton kandidieren wird. Und genauso war es ein offenes Geheimnis, dass die Konservativen im Land mit aller Gewalt gegen die Kandidatur der vehassten Hillary angehen werden. Irgendwie hat man das Gefühl, da seien noch ein paar Rechnungen offen. Die Clintons sind das rote Tuch seit den frühen 90er Jahren. Als Hillary 2008 kandidierte, machte nicht nur der FOXNews und Talk Radio Moderator Sean Hannity gegen sie mobil. Sein „Stop Hillary Train“ wurde früh gestoppt, doch ich würde mich nicht wundern, wenn seine Kampagne auch zum Scheitern der damaligen Hillary Kandidatur beigetragen hätte.

Nun wird eine neue Runde eingeläutet. Die alten Clinton Skandale aufgewärmt, ihre Abstimmungen als US Senatorin peinlichst genau durchgesehen, ihre Arbeit als Außenministerin penibelst analysiert, die Machenschaften der Clinton Foundation unter die Lupe genommen. Und heraus kommen mit Sicherheit offene Fragen, die zu Skandalen und Skandälchen aufgebauscht werden können. Die Clintons, die man seit Jahrzehnten glaubt zu kennen, haben noch so einige Leichen im politischen und privaten Keller liegen.

Hillary Clinton ist zur Piñata im Wahlkampf geworden.

Hillary Clinton ist zur Piñata im Wahlkampf geworden.

Der konservative Journalist Peter Schweizer ist Teil der neuen Kampagne gegen Clinton. Sein aktuelles Buch heißt „Clinton Cash“ und verfolgt die Arbeit der Clinton Foundation und den gleichzeitigen Reichtum des bekannten Politikerpaares. Hand in Hand gehen da Spenden an die Organisation und sehr lukrative Redebeiträge von Bill und Hillary Clinton. 250.000-300.000 Dollar kassierten sie zum Teil von fragwürdigen Regierungen, die dann auch noch Gelder für die Stiftung locker machten.

Auch Hillarys Amtszeit als Außenministerin wird nun genauestens untersucht. Welche Deals gab es, welche Hinterzimmerverträge wurden unterzeichnet, die dann auch noch zeitgleich mit Überweisungen an die Clinton Foundation zusammen fielen. Den großen Skandal gibt es bislang nicht, das einzige, was gerade von FOXNews aufgeblasen wird ist, ein Urangeschäft mit Russland. Für 600 Millionen Dollar kaufte Russland Schürfrechte, die vom Außenministerium unter Hillary Clinton genehmigt werden mußten. Später stellte sich heraus, dass das russische Bergbauunternehmen hinter dem Deal auf Umwegen 2,35 Millionen Dollar an die Clinton Foundation überwiesen hatte. Zufall oder Skandal?

Die Republikaner und ihr konservatives Umfeld setzen nun nicht mehr nur auf FOXNews und die bekannten Talk Radio Köpfe, sie gaben ihre Informationen auch an die Washington Post und die New York Times weiter. Sie wissen, Hillary kann nur so geschlagen werden, wenn Zweifel im eigenen Lager auftauchen. Und die werden nun Tag für Tag, Woche für Woche gesät.

Hillary Clinton ist die einzige Kandidatin auf weiter Flur bei den Demokraten. Kein anderer hat sich bislang nach vorne getraut, denn es gibt keinen anderen neben der Über-Demokratin, einstigen First Lady, US Senatorin, Außenministerin. Hillary Clinton ist zur Piñata im Wahlkampf geworden. Die Frage ist jetzt, wie lange sie unter den einprasselnden Schlägen durchhalten kann.

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