Der Priester, der Neurochirurg und die Anti-Hillary

Da waren es schon sechs. Das Stelldichein der republikanischen Kandidaten hat gerade erst begonnen, doch das Feld ist schon gut besetzt. Am Sonntagabend erklärte der Neurochirurg Ben Carson seine Kandidatur. Er hat keine politischen Erfahrungen, meint aber, er könne es besser machen als der Amtsinhaber und alle anderen erklärten und wahrscheinlichen Kandidaten im Rennen.

Carly Fiorina will die Angela Merkel der USA werden.

Carly Fiorina will die Angela Merkel der USA werden.

Am Montag dann kam die „Anti-Hillary“, Carly Fiorina, dazu. Die einstige Hewlett-Packard CEO sieht sich als die einzige ernstzunehmende Kandidatin, die Hillary Clinton stoppen kann. Denn mit ihr im Rennen, könnte Hillary nicht die Geschlechterkarte ziehen. Fiorina ist zwar auch eine Außenseiterin im politischen Geschäft, doch ihre langjährigen Business Erfahrungen machen sie zu einer interessanten Aspirantin ums Weiße Haus.

Und dann wird am Dienstag ganz offiziell auch noch Mike Huckabee seine Kandidatur erklären. Der Priester und ehemalige Gouverneur von Arkansas, FOXNews Talk Show Moderator und Präsidentschaftskandidat hat schon Mal ums höchste Amt kandidiert. Er ist mit allen Wassern gewaschen und das Darling der Evangelikalen im Land.

Alle drei haben ein Riesenego, aber das muß man wohl haben, wenn man ins Rennen um das Weiße Haus einsteigt. Jeder und jede ist davon überzeugt, dass er/sie den brutalen und kostspieligen Vorwahlkampf überstehen wird. Sich in den zahlreichen Diskussionsrunden mit den anderen Kandidaten durchsetzen und gleichzeitig die Wähler von ihrem/r „Map for America“ überzeugen kann. Keiner der drei hat auch nur angehend eine Chance am Ende ins Oval Office einzuziehen. Sie werden es noch nicht mal bis ans Ende der Vorwahlkämpfe schaffen, doch sie werden das Feld gehörig durcheinander bringen, Geld und Unterstützer für sich gewinnen, Wählerstimmen von anderen abziehen, wie das Mike Huckabee bereits zuvor gezeigt hat

Carson, Fiorina und Huckabee kommen in den ersten Umfragen noch nicht mal über 5 Prozent der Stimmen. Alle drei haben ihre Anhänger in der Partei, am Ende jedoch werden sich die republikanischen Wähler für den Kandidaten entscheiden, der ausreichend Geld, Charisma und Versprechen mit sich bringt. Es geht um eine Anti-Obama und damit eine Anti-Hillary Kampagne. Nur das alleine wird schließlich die Republikaner im Wahlkampf einen.

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