Eine weitere Studie für die Tonne

Ich bin weder ein Fan von Spotify noch von Pandora. Diese Musikstreamingdienste haben mich bislang nicht überzeugen können, und werden es wohl auch in Zukunft nicht. Zum einen liegt das ganz offensichtlich an dem, was diese börsennotierten Unternehmen am Ende den Musikern und Bands zahlen; nämlich so gut wie nichts. Da verdienen Investoren eine goldene Nase mit der Musik.

Spotify mit der Erkenntnis des Lebens.

Spotify mit der Erkenntnis des Lebens.

Zum anderen liegt das aber auch an der mangelnden Wertschätzung der Musik als solcher. Irgendwie ist das alles nur noch ein dahinwallendes Etwas geworden. Vielleicht liegt es an meinem Alter, aber ich mag Platten und CDs, mag die Suche danach, den Geruch von Plattenläden, das Gefühl in den Händen, das Durchlesen der Credits, all so Zeugs, was man mit einem Streaming Service nicht bekommt.

Ja, man kann sicherlich auch neue Musik über Spotify und Pandora finden, aber es kommt bei den Bands nichts an, wenn man die nur streamt und eben nicht das eigentliche Produkt, die Musik, kauft. Aber anscheinend bin ich eh nicht mehr in der Zielgruppe dieser Firmen, denn die haben nun in einer Untersuchung festgestellt, dass man ab 33 keine neue Musik mehr hört. Wenn ich mich hier so umschaue, dann haben die mich nicht gefragt.

In einer Datenauswertung aller US Spotify Nutzer durch das Musikdatenunternehmen „The Echo Nest“ kam nun heraus, dass ich mit fast 47 Jahren eigentlich kein Interesse mehr an jungen Bands habe. Ja, die neue Pearl Jam würde ich mir anhören, vielleicht auch noch die nächste Platte der Einstürzenden Neubauten, aber was sich aktuell in den Charts so tut, ist nicht mehr mein Bier, so die Untersuchung.

Stimmt nur indirekt, denn ja, ich schaue weder für Radio Goethe auf die Charts, noch bei meinen sonstigen Hörgewohnheiten. Ganz ehrlich, die Top Ten Singles und Alben langweilen mich meist nur. Es freut mich zwar, wenn eine mir bekannte Band mal ganz nach oben kommt, wie Eisbrecher mit ihrem Album „Schock“, aber die Musik, die ich so höre, auch neue Musik, steigt in keine Charts ein. Ich weiß, ich weiß, ich mache Randgruppenradio. Das Fazit also ist, dass sowohl Spotify, wie auch die dämliche Datenauswertung für die Katz‘ sind. Das Geld, was da für eine Analyse ausgegeben wurde, hätte man besser mal an die Musiker weiter überwiesen.

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