Hillarys republikanische Wahlkampfhelfer

Nun also noch drei weitere republikanische Möchtegernpräsidenten. Der ehemalige Senator Rick Santorum, der Senator Lindsey Graham und der frühere Gouveneur von New York George Pataki. Drei Namen, die keine Chance, aber ein großes Ego haben. Santorum kandidierte bereits 2012 und machte Mitt Romney das Leben schwer. Lindsey Graham ist einer der einflussreichsten Senatoren und Pataki meint, wenn er New York State regieren kann, dann wohl auch den Rest des Landes.

Rick Santorum will mit christlich-konservativen Werten US Präsident werden.

Rick Santorum will mit christlich-konservativen Werten US Präsident werden.

Santorum und Graham tauchen in den Umfragen sogar auf, allerdings chancenlos. Pataki hingegen ist nicht auf dem Radarschirm der Wähler zu finden. Die drei werden es schwer haben, jetzt noch irgendeine Basis aufzubauen. Die Geldgeber haben sich so gut wie schon entschieden, die wichtigen Wahlkampfmanager festgelegt, der Wahlkampf ist schon in vollem Gange.

Was Santorum, Graham und Pataki wohl wollen ist, sich ins Gespräch bringen, ihre Standpunkte zu erklären und vielleicht als Vize-Präsidentschaftskandidat und möglicher Minister eingeplant zu werden. Mehr ist für sie nicht drin, der Wahlkampfzug hat eineinhalb Jahre vor dem Wahltermin bereits den GOP Bahnhof verlassen. Jeder, der jetzt noch aufspringen will, hat keine Chance mehr.

Die Kandidaten konzentrieren sich auf Iowa, beackern die frühen Vorwahlstaaten, geben auf geschlossenen Veranstaltungen und in Hinterzimmerkonferenzen Wahlversprechen ab und sammeln Gelder ein. Dabei treten sie sich schon jetzt auf die Füße. Die republikanische Partei wirkt zerfahrener und zerstückelter mit jedem neuen Kandidaten, der sich in Position bringt. Wie da ein einheitliches Gesamtbild entstehen soll, ist fraglich. Die Fragmentierung der Partei, ein Vorwahlkampf, der bis zum Sommer 2016 reichen könnte, viele Finanzmittel und Kräfte verballert, würde am Ende nur Hillary Clinton helfen, die problemlos die Kandidatenkrone ihrer Demokraten aufsetzen wird. Die Republikaner werden also ungewollt zum „Queen maker“ in den USA.

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