Die Wahl zwischen Beelzebub und Luzifer?

Hillary Clinton will für die Mittelschicht kämpfen. Hillary Clinton will sich gegen Rassismus einsetzen. Hillary Clinton will den Zugang zu Waffen einschränken. Hillary Clinton vereint die Republikaner. Und in ihrer eigenen Partei wird keiner so richtig warm mit ihr. Die Über-Demokratin wird die Präsidentschaftskandidaten der Demokraten, daran geht kein Weg vorbei. Und dennoch, nur die wenigsten in den eigenen Reihen sind derzeit von ihr so richtig überzeugt. Darauf bauen auch die Republikaner, die sie als Superreiche hinstellen, die schon seit Jahrzehnten keinen Bezug mehr zu den Normalproblemen amerikanischer Bürger hat. Als Gouverneursehefrau, als First Lady, als Senatorin, als Außenministerin, immer unter dem Begleitschutz von Highway Patrol oder dann Secret Service.

Hillary Clinton bei ihrem Auftritt in San Francisco.

Hillary Clinton bei ihrem Auftritt in San Francisco.

Viele Demokraten wissen, ohne sie braucht man gar nicht in diesen Wahlkampf zu ziehen. Das hat Hillary auch wieder am Wochenende in San Francisco demonstriert. Als Hauptrednerin auf der Konferenz der amerikanischen Bürgermeister beleuchtete sie die Probleme der US Kommunen. Sogar republikanisch geführte Städte und ihre Vertreter waren von ihr überzeugt. Und nach dem offiziellen Programm ging es dann gleich weiter zum Geldsammeln. Bis zu 50.000 Dollar zahlten finanzstarke Unterstützer, um mit ihr zu speisen und ein Foto mit der lächelnden Hillary zu bekommen. Das ist auch die Stärke der Kandidatin, auf die die Partei nicht verzichten kann. Hillary Clinton ist das Zugpferd der Demokraten, die die Milliarden benötigten Dollar für den Wahlkampf problemlos einfahren kann.

Die eigenen Parteigenossen sind hin und hergerissen. Sie ist ohne Zweifel die beste Kandidatin, die man sich wünschen kann. Sie hat den Namen, den Bekanntheitsgrad, die Aura und die Erfahrung. Doch da sind auch die politischen Leichen, die sie mitbringt, die Abgehobenheit und die Garantie darauf, ihre engen Verbindungen zu Wall Street und dem „Big Business“. Und es ist klar, falls sie gewählt werden sollte, dass die Republikaner alles, aber auch wirklich alles blockieren würden, was von ihrem „White House“ vorgeschlagen wird. Das hat man in den letzten Jahren immer wieder mit Präsident Obama beobachten können, dessen Politik gezielt ausgebremst wurde. Aus welchen Gründen auch immer. Bei Hillary kann man schon jetzt sagen, dass sie für die Republikaner ein rotes Tuch ist und von daher sie bei nichts und niemand unterstützen werden. Die Ablehnung Hillary Clintons ist darüberhinaus das einizge Thema, was die fragmentierte republikanische Partei in diesem Wahlkampf eint. Keine gute Basis für einen sachlichen Wahlkampf.

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