Und noch einer will es wissen

Chris Christie, Gouverneur von New Jersey, will Präsident werden.

Chris Christie, Gouverneur von New Jersey, will Präsident werden.

Chris Christie könnte eigentlich ein interessanter Kandidat im Rennen ums Weiße Haus sein. Er ist Gouverneur von New Jersey, redegewandt, nicht auf den Mund gefallen, kein engstirniger Republikaner, der nur die Parteilinie fährt. Christie hat in der Vergangenheit gezeigt, dass er durchaus mit Demokraten und auch mit Präsident Barack Obama zusammen arbeiten kann. Er zählt im breiten Feld der republikanischen Kandidaten eher zu den gemäßigteren Stimmen. Und genau das macht seine Wahl unmöglich.

Am Dienstag hat Christie nun offiziell seinen Hut in den Ring geworfen. Anscheinend glaubt er wirklich, dass seine Stimme im lauten Getöse der GOP auffällt. Doch Christie ist vielen zu „links“ und sie haben ihm bis heute nicht den Schulterschluss mit Präsident Obama vergessen. Als der Hurricane Sandy New Jersey traf, bot Obama Hilfen an, die Christie dankbar für seinen Staat annahm. Auch verteidigte er die Unterstützung aus Washington. Mit Präsident Obama besprach er das weitere Vorgehen, um die Ausmaße der Katastrophe unter Kontrolle zu bekommen. Obama stand in den letzten Wochen des Wahlkampfes 2012 damit in einem sehr positiven Licht, und das wurde – idiotischerweise – Chris Christie von den eigenen Parteifreunden angekreidet.

Danach erlebte Chris Christie noch so einige weitere Skandale in seinem Staat, darunter „Bridgegate“, bei dem enge Mitarbeiter den Berufsverkehr für Tausende über die George Washington Bridge zum nervenaufreibenden Höllentrip machten. Doch das alles erschütterte ihn nicht. Christie hatte damals schon Ambitionen fürs Weiße Haus. Hinter ihm stehen einige sehr reiche Geldgeber, darunter auch facebook Gründer Mark Zuckerberg, die ihn immer wieder aufforderten zu kandidieren. Nun also ist Christie offizieller Kandidat und will einen Wahlkampf mit „ehrlichen“ Worten führen. Große Chancen werden ihm nicht eingeräumt, dafür fehlt ihm eine breite Basis in der Partei.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Um zu überprüfen, dass Sie eine reale Person und kein Spam-Roboter sind, lösen Sie bitte vor dem EINTRAGEN die nachfolgende kleine Rechenaufgabe, das sogenannte CAPTCHA *