Das Land der Mörder und Vergewaltiger

Donald Trump sieht sich mal wieder im Recht.

Donald Trump sieht sich mal wieder im Recht.

Spiegel Online schreibt „Es wird einsam um Donald Trump“. Hm, irgendwie habe ich das nicht mitbekommen. Zwar ist die Aufregung groß, dass Trump in seiner Präsidentschaftsankündigung die Mehrheit der illegalen Einwanderer aus Mexiko als Mörder und Vergewaltiger bezeichnet hat. Der Latino Sender „Univsion“ kündigte daraufhin die Zusammenarbeit mit dem Milliardär und ließ erklären, „Univision“ werde nicht die Miss Universe Wahl übertragen. Trump, ganz Geschäftsmann, kündigte umgehend eine 500 Millionen Dollar Klage an. Auch das Warenhaus Macy’s trennte sich von seiner Donald Trump Klamottenmarke. Und NBC beendete die Zusammenarbeit mit dem Reality-TV Star.

Das waren so die Reaktionen, die man erwarten konnte. Klar, auch in der „Daily Show“ von Jon Stewart und in Kommentaren wurde der Donald zurecht angegangen. Aber auch das war zu erwarten. Überraschend ist vielmehr, wie ruhig es in den eigenen Parteireihen blieb. Ein paar der Kandidaten für die republikanische Nominierung, zeigten Trump zwar den Zeigefinger „Du, Du, Du…sowas sagt man aber nicht“, damit war die Sache auch gegessen, abgehakt, neues Theam. Der Großteil seiner innerparteilichen Konkurrenten hüllte sich allerdings in Schweigen. Aus gutem Grund, denn Donald Trump stieg nach seinem verbalen Tiefschlag in den Umfragen. Lag er vorher bei gerade mal 3 Prozent und im hinteren Teil des Kandidatenfeldes, stieg der Donald anschließend in der Gunst der republikanischen Wähler auf Platz 2 und gilt nun als ernstzunehmender Kandidat. Er sei einer, so die republikanische Basis, der sich für die Grenzsicherheit einsetzt, eine Mauer bauen will und kann, klare Worte spricht und sich nicht einschüchtern läßt.

Als am Mittwoch in San Francisco eine 32jährige Frau am Pier 14 erschossen wurde, sah sich Donald Trump auch noch bestätigt. Der mutmaßliche Täter, Francisco Sanchez, war zuvor fünfmal (!) als illegaler Einwanderer nach Mexiko abgeschoben worden. Zuletzt sass er im März im Gefängnis von San Francisco und wurde trotz Überstellungsantrag der Einwanderungsbehörde INS aus der Haft entlassen. San Francisco ist bekannt dafür, nicht mit den Bundesbehörden zusammen zu arbeiten. Diesmal ging diese Einstellung nach hinten los, eine junge Frau starb durch die Kugeln eines illegalen und mehrfach abgeschobenen Einwanders, der nach seiner Verhaftung erklärte, er  habe „nur“ auf Seelöwen im Wasser geschossen. Die Stadt kann nun mit einer Millionen Dollar schweren Privatklage rechnen.

Und das liberale San Francisco gab Donald Trump eine Steilvorlage im Wahlkampf. Der sah sich durch diese Nachricht von der Westküste in seinen Behauptungen bestätigt und twitterte zuerst sein Beileid an die Familie von Kathryn Steinle, um dann nachzuschieben: „Wo sind nun all die anderen Kandidaten, nachdem dieser tragische Mord passierte, wegen der nicht gesicherten Grenze“….und dann: „Wir brauchen eine Mauer“.

 

 

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