Das große Geld wartet

Nun also auch Scott Walker. Der Gouverneur aus Wisconsin will Präsident werden. Schon seit langem ist er in den Umfragen vorne mit dabei, obwohl noch nichts offiziell war. Doch die Koch Brothers hatten schon hinter den halb geöffneten Kulissen Wahlkampf geführt. Die erzkonservativen Milliardäre erklärten, dass sie im kommenden Wahlkampf fast eine Milliarde Dollar ausgeben wollen. Und ein Großteil wird auf „ihren“ Kandidaten, Scott Walker, herab rieseln.

Walker machte sich zum Liebling der Superreichen in den USA, als er aggressiv und offen die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes in seinem Bundesstaat anging und ihren Einfluss massiv beschränkte. Proteste und Demonstrationen halfen nichts, der 47jährige Scott Walker siegte und konnte sich auch in einer versuchten Abwahl behaupten. Seitdem ist er das Darling der Konservativen.

Scott Walker ist eigentlich der Kandidat im breiten republikanischen Feld, der die Partei nach einem blutigen Vorwahlkampf einen könnte. Wenn er ihn denn übersteht? Er ist kein Selbstdarsteller, wie Donald Trump. Kein politischer Erbe, wie Jeb Bush. Kein kläglich gescheiterter Kandidat, wie Rick Perry, der auf eine zweite Chance hofft. Walker ist jung, dynamisch, zielbewusst, redegewandt. Mit seinem Feldzug gegen die Gewerkschaften zeigte er, dass er keinem Kampf aus dem Weg geht. Mit ihm als Präsidenten hätten die Republikaner einen Mann im Weißen Haus, der die Uhren in vielerlei Hinsicht zurück drehen würde, eben auf GOP Zeitrechnung. Mindestlohn, Gesundheitsreform, Umweltgesetze, Steuergesetze… weg damit. Die Einwanderungs- und Sozialpolitik würde ganz neu ausgerichtet, die Außenpolitik auf amerikanische Interessen getrimmt, die militärische Aufrüstung wieder finanziert werden. Walker ist eigentlich der Wunschkandidat, der die Reihen im Kampf gegen Hillary Clinton schließen könnte. Und, wie die Ankündigung der Koch Brothers bereits zeigt, er würde genügend Geld im teuersten Zweikampf aller Zeiten mitbringen.

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