Gegen die Wand

Pinkler in San Francisco aufgepasst. Die Wand, gegen die man den Strahl richtet, spritzt zurück. Das ist jetzt kein Witz, sondern eine neue Farbe, die „Public Works“, so was wie SÖR in Nürnberg, in einer Testphase auf einige Mauern gestrichen hat. Der Direktor von „Public Works“, Mohammed Nuru, erklärte, man wolle in diesem Pilotprojekt testen, ob man so Leute vom nächtlichen Urinieren in aller Öffentlichkeit abhalten kann: „Niemand will Urin riechen. Wir versuchen etwas neues, um San Francisco attraktiver und duftender zu machen“.

An den Wänden mit der neuen Farbe ist ein Hinweisschild angebracht: „Halt! Diese Mauer ist keine öffentliche Toilette. Bitte respektieren Sie San Francisco und erleichtern Sie sich an einem passenden Ort“. Nichts deutet darauf hin, dass der potenzielle Pinkler, der diese Warnung mißachtet, gleich sein blaues, besser, sein feuchtes Wunder erlebt. Denn wer gegen die Wand pullert, dem spritzt alles mit voller Wucht wieder zurück. Auf die Schuhe und die Hose. Das muß man dann erst einmal erklären, warum man nass und muffelnd und wahrscheinlich fluchend durch die Gegend läuft.

Das Projekt ist nichts neues. Abgeschaut hat man es sich in St. Pauli, wo man positive Erfahrungen mit der Spritzfarbe gemacht hat. Also, deutsche Urlauber sollten gewarnt sein. Nach der nächtlichen Zechtour durch die durchaus beliebte San Francisco Kneipenwelt, ist es besser noch mal in der Bar zu gehen oder dann bis zum Hotelzimmer zu warten. Ansonsten wird es nass.

 

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