So etwas wie Spannung

Die Republikaner treten sich im Vorwahlkampf auf die Füße. Weit über 30 Kandidaten sind im Rennen, 16 davon bekannt und mit einer Chance, zehn von ihnen debattierten am vergangenen Donnerstag. Donald Trump führt nach wie vor in den Umfragen, dahinter hat sich alles etwas aufgemischt. Mal kommt Jeb Bush nach vorne, dann wieder Scott Walker oder Ben Carson. Trump zieht derzeit bei der Tea Party Fraktion, die seine klaren und deutlichen Worte, gerade in Bezug auf die Grenzsicherheit lieben. Trump sagt, was rund 20 Prozent in der Partei denken. Seine Skandale und lockeren Sprüche, die mal etwas rassistisch mal ein wenig sexistisch sind, schrecken diese amerikanischen Patrioten nicht ab.

Bernie Sanders "belästigt" Hillary Clinton in den Umfragen. Foto: AFP.

Bernie Sanders „belästigt“ Hillary Clinton in den Umfragen. Foto: AFP.

Doch diese 20 Prozent werden am Ende nicht reichen. Donald Trump wird weder der Kandidat der Republikaner, noch hat er als Independent Kandidat eine Chance das Rennen zu machen. Einer der derzeit hinter ihm liegenden wird die Krone der Partei bekommen und sich in den Vorwahlen durchsetzen. Das gewaltige Kandidatenfeld wird sich in den kommenden Monaten noch deutlich lichten. Denn dem einen fehlt das Geld, dem anderen die nötige Durchschlagskraft, um überhaupt noch in den Umfragen wahrgenommen zu werden.

Anders bei den Demokraten, da scheint alles gelaufen zu sein. Wären da nicht ein paar Medienvertreter, die Scheinerfolge des durchaus überzeugenden Bernie Sanders zu einer Überraschung aufblasen und schon den Fall der Überdemokratin Hillary Clinton voraussagen. Jüngst geschehen nach einer Umfrage in New Hampshire, als 442 (!) potenzielle demokratische Wähler befragt wurden und danach Bernie Sanders mit 44-37 Punkten vor Hillary Clinton lag. Der Boston Herald titelte danach „Bernie overtakes Hillary in N.H.“ Von einem Überholen kann keine Rede sein. Hier wird künstlich ein Zweikampf beschrieben, den es so nicht gibt.

Hillary Clinton ist und bleibt die Kandidatin der Partei, auch wenn viele lieber jemand anderes sehen würden. Doch an ihr kommt in diesem Wahlkampf keiner vorbei – weder bei den Demokraten noch bei den Republikanern.

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