Donald Trump ist Jesus

Donald Trump liebt alle. „I love the Chinese people, great people“. „I love the Mexican people. A lot of terrific Mexicans are working for me“. „The Russians. Great people“. Donald Trump hat ein offenes Herz für die Völker dieser Erde. Egal, ob er da mit Krieg, Wirtschaftssanktionen oder Mauern droht, die andere für die Amerikaner zahlen sollen. Trump ist eigentlich der kaptitalistische Jesus, der nun Präsident werden will.

Donald Trump hat derzeit gut Lachen. Foto: AFP.

Donald Trump hat derzeit gut Lachen. Foto: AFP.

Gestern habe ich mir mal wieder eine Wahlkampfrede und ein langes Schmuseinterview mit ihm auf FOXNews angesehen. Trumps Haarwelle lag perfekt, die Lippen ganz spitz berichtete er von all seinen guten Taten, seinen Erfolgen als Geschäftsmann, seinen Kontakten rund um die Welt, die er natürlich nutzen werde, wenn er erst einmal im Weißen Haus sitzt. Und wenn man ihm zuhört, dann versteht man, warum viele Amerikaner, oder viele republikanische Wähler ihn mögen. Trump war und ist erfolgreich. Er hat ein Milliardendollarvermögen angehäuft, viele Geschäftsideen erfolgreich umgesetzt. Seine Art Kontrolle zu übernehmen, ein vielgepriesener „Leader“ zu sein, demonstrierte er für alle sichtbar auch in seiner NBC-Sendung „The Apprentice“. Und dann ist da der Donald, dem niemand den Mund verbietet. Er redet Klartext, kümmert sich nicht um politische Korrektheit, um das, was politisch umsetzbar oder nur ein Hirngespinst ist. Trump sagt das, wie ihm gerade ist. Er ist der Gockel auf dem Hof, der da auf dem Misthaufen steht und einfach mal kräht. Alle hören ihm zu und richten ihren Tag nach ihm aus.

Man sollte also Trump langsam ernst nehmen, gerade auch, wenn man ihn, wie das viele Wähler tun, mit den anderen Kandidaten vergleicht. Donald Trump legt einen Lebenslauf vor, mit dem er hausieren geht. Erfolg, Milliardendollarvermögen, gute Kontakte in alle Welt. Ihm gegenüber stehen Kandidaten, Berufspolitiker, die eigentlich noch nicht viel im Leben geschafft haben. Entweder haben sie einen berühmten Namen, wurden vom politischen Establishment der Partei nach vorne gepusht oder werden von reichen Geldgebern im Hintergrund finanziert.

Die Amerikaner lieben Underdogs, gerade, wenn sie selbstbewusst und mit einer Art „American Dream“ Vision auftreten. Und genau das macht Trump. In den letzten Wochen hat der Donald gezeigt und bewiesen, dass man ihn weder totschweigen noch übergehen kann. Er bleibt erst einmal im Rennen und wird auch weiterhin mit seinem Gekrähe die politische Debatte mitbestimmen.

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