Aus für den Hummer

30 Milliarden Dollar läßt sich das Pentagon die Neuausstattung seiner Truppe kosten. Der Hummer hat ausgedient, nun kommt das „Joint Light Tactical Vehicle“, ein gepanzertes und hochbewegliches Multifunktionsfahrzeug. Gebaut wird das das Biest von Oshkosh Defense in Wisconsin. Der Vertrag sieht vor, dass die ersten Fahrzeuge bereits 2018 ausgeliefert werden. Insgesamt hat das Pentagon 50.000 Wagen für die Army und 5500 für das Marine Corps bestellt. Oshkosh plant die Produktion bis zum Jahr 2040.

Das "Joint Light Tactical Vehicle" wird den Hummer ablösen. Foto: Oshkosh Defense.

Das variabel einsetzbare „Joint Light Tactical Vehicle“ wird den altgedienten Hummer ablösen. Foto: Oshkosh Defense.

In dem lukrativsten Militärvertrag seit Jahren hat Oshkosh Defense namhafte Konkurrenten, wie Lockheed Martin und AM General, ausgestochen. AM General ist der Produzent des Hummers und hoffte auf einen Folgevertrag für einen neu entworfenen und ausgerüsteten Hummer. Doch das Pentagon war vom Angebot des Wisconsin Unternehmens überzeugt, dass auch auf die neuen Herausforderungen der Kriegsführung mit IEDs und Selbstmordanschlägen eingegangen ist. Die Verlierer überlegen nun Einspruch einzulegen und rechtliche Schritte einzuleiten.

Der Hummer war lange Zeit das Einsatzfahrzeug der amerikanischen Truppen. Eingesetzt bei der Invasion in Panama, im ersten Golfkrieg, dem Bosnien Krieg und dann vor allem in Irak und Afghanistan. Doch das Ungetüm kam mit Problemen, die Panzerung des Wagens war lange Zeit ungenügend. Wie der Vorgänger Jeep wurde auch der Hummer legendär, da auch eine zivile Variante auf den Markt kam. Der Jeep fährt weiterhin durch die Gegend, die Benzinschleuder Hummer ist jedoch fast vollständig aus dem Stadtbild Amerikas verschwunden.

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