Die undemokratische Demokraten Partei

Martin O'Malley wirft seiner Partei undemokratisches Verhalten vor. Foto: AFP.

Martin O’Malley wirft seiner demokratischen Partei undemokratisches Verhalten vor. Foto: AFP.

Alle reden so ehrfürchtig über Hillary Clinton, so, als ob sie die Krone der eigenen Partei schon trägt. Doch da sind noch ein paar andere im Rennen, die sich immer lautstarker Gehör verschaffen. So auch gestern beim Sommertreffen des „Democratic National Committee“. Es sollte eine große Schmuseparty für Hillary werden, doch daraus wurde nichts. Gleich zwei weitere Kandidaten warfen dem Partei Establishment und Clinton vor, einfach die Mitglieder und Wähler vor vollendete Tatsachen stellen zu wollen. Senator Bernie Sanders und der frühere Gouverneur von Maryland, Martin O’Malley, griffen direkt an.

O’Malley meinte, das ganze sei ein abgekartetes Spiel. Die wenigen angesetzten Fernsehdebatten würden nur Hillary Clinton zugute kommen und nicht die demokratische Ausrichtung der Partei repräsentieren. “We are the Democratic Party, not the undemocratic party“, erklärte der Ex-Gouvnerneur in Richtung Parteispitze.

Auch Bernie Sanders machte deutlich, dass er das Vorgehen seiner Partei ablehne. Nach den niedrigen Wählerzahlen bei den „Midterm Elections“ im vergangenen Jahr müsse man nun versuchen, die gesamte Basis zu erreichen. Nicht „politics as usual“ führe zum Gewinn des Weißen Hauses, sondern ein harter Wahlkampf gegen die festgefahrenen wirtschaftlichen und politischen Strukturen im Land.

Sowohl Martin O’Malley wie auch Bernie Sanders fordern mehr Fernsehdebatten, um den Wählern eine sinnvolle Alternative zum Kandidatenzirkus der Republikaner zu bieten. Der Aufstand der Underdogs bei den Demokraten wird jedoch nicht zu viel führen. Hillary Clintons Team zieht schon seit langem in der Parteizentrale die Fäden und hat in den letzten Wochen den Kampf noch intensiviert. Die mögliche Kandidatur von Vize-Präsident Joe Biden könnte für Hillary gefährlich werden. Doch Biden ist sich noch unsicher. Wie die Dinge derzeit aussehen, droht ihr von innen keine Gefahr mehr, Hillary könnte nur noch von außen zu Fall gebracht werden. Und darauf hoffen die Republikaner, sie halten Skandale und Skandälchen von Hillary aus den letzten 25 Jahren in der aktuellen Debatte.

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