Hillaryous

Hillary Clinton macht derzeit einen auf Rick Perry. Zum zweiten Mal ist sie dabei, und zum zweiten Mal sieht es nicht gut aus. Und wie der Texaner Perry hatte sie erneut große Hoffnungen. Doch der „homerun“, der sicher geglaubte Sieg bei den Vorwahlen, ist in weite Ferne gerückt. Das liegt nicht unbedingt an den starken Mitkonkurrenten in der Partei, es liegt vor allem an Hillary selber. Mal wieder.

"What's up ladies?" Hillary Clinton verliert immer mehr Unterstützung bei Frauen. Foto: AFP.

„What’s up ladies?“ Hillary Clinton verliert immer mehr Unterstützung bei demokratischen Frauen. Foto: AFP.

Bernie Sanders punktet gut gegen Hillary Clinton. In einigen Bundesstaaten liegt er in Umfragen sogar vor Hillary. Allerdings wird er landesweit nicht gegen sie bestehen können, wenn Clinton wirklich im Rennen bleiben sollte. Das ist anzunehmen, denn auch 2008 hielt sie durch gegen Barack Obama, auch wenn viele ihr rieten aus dem Rennen auszusteigen. Hillary wollte die Niederlage nicht eingestehen. Da ist nun auch noch Vize-Präsident Joe Biden, der lange Zeit einfach still im Hintergrund agierte. Die Zeichen, so Beobachter, deuten jedoch darauf hin, dass er ernsthaft eine Kandidatur auslotet. Eigentlich ist er, wenn er nun doch will, viel zu spät dran. Aber wie gesagt, noch ist bei den Demokraten nichts entschieden. Und Biden könnte der Alternativkandidat für Hillary sein, falls ihr Stern noch weiter fällt.

Da sind also die Mitkandidaten, die Hillary Clinton etwas Probleme bereiten. Was ihr allerdings richtig Kopfschmerzen bereiten wird, sind die jüngsten Zahlen, die nach einer Umfrage der Washington Post und ABC veröffentlicht wurden. Erklärten im Juli noch 71 Prozent der weiblichen Demokratenwähler, dass sie Clinton unterstützen werden, sind es nun nur noch 42 Prozent. Ein unglaublicher Einbruch im so wichtigen Wählerblock der Überdemokratin. Hillary Clinton baut im Wahlkampf auf die Stimmen der Frauen, die endlich eine Präsidentin im Weißen Haus sehen wollen. Daraus scheint nichts zu werden, wenn Clinton es nicht schaffen sollte, die Reihen der Frauen hinter sich zu schließen.

Die FBI Ermittlungen um ihren externen Email Server im State Department stoßen den Damen im Wahlvolk auf. Man erinnert sich nur zu gerne an die Skandale um ihren Ehemann Bill Clinton, der sich mehrmals versuchte herauszureden, auch als schon klar war, er habe Bockmist gebaut („I did not have Sex with that woman“). Clinton ist Clinton, so wird mittlerweile Hillary eingeordnet. Der große Name wird zum Stolperstein. Kein guter Beginn der heißen Wahlkampfphase in den USA.

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